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Kirchhellener Kräuterexperte

KIRCHHELLEN Wer bei Werner Gahlen den Ausspruch querbeet hört, der darf sich auf vitaminreiche Gaumenfreuden gefasst machen. Der Kräuterpädagoge weiß, wie man mit natürlichen Gewächsen das Immunsystem in Schwung bringt.

von Von Yvonne Dziabel

, 11.08.2008
Kirchhellener Kräuterexperte

Kräuterkundiger und Experte für deren Verwertung: Werner Gahlen.

Gerade jetzt sollte man für Herbst- und Wintertage vorsorgen, weiß Werner Gahlen. „Im Herbst ist das Immunsystem gefährdeter als im Frühjahr, weil der Körper nicht so viele Vitamine durch frisches Obst bekommt. Durch die Verbrennung im Körper werden freie Radikale frei gesetzt, die dieses angreifen“, erklärte er. Diese freien Radikalen gibt es auch in vielen Pflanzen und diese schützen sich durch Flavonoide, einem Pflanzeneigenen Inhaltsstoff vor dem Auffressen. „Diese Flavonoide fangen die freien Radikalen ein, dezimieren sie und schützen so das Immunsystem“, so Werner Gahlen.

Welche Pflanzen diesen natürlichen Fraßschutz in sich haben, kann man in Bestimmungsbüchern nachlesen. Doch was kann man denn dann mit diesem Wissen anfangen? „Wer die Pflanzen kennt, kann diese dann sammeln“, meinte der Kräuterpädagoge, aber er ermahnt zur Vorsicht. „Man muss gucken, wo man die Pflanzen ernten kann und darf. Beispielsweise die Blüten der Königskerze stehen oftmals auf privatem Grundstück. Dort sollte man den Eigentümer vorher fragen. In Naturschutzgebieten darf gar nicht geerntet werden und man sollte darauf achten, dass die Blüten keinen Pestiziden ausgesetzt sind“, riet der Experte.

Wenn genug Blüten zusammen gekommen sind, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zum Verzehr zu konservieren. „Man kann sie beispielsweise trocknen“, sagte Werner Gahlen. Dazu kann der Backofen genutzt werden. Bei 40 Grad auf der obersten Schiene mit einem Kochlöffel in der Klappe, um die Luftzufuhr zu regulieren, trocknen die Blüten schnell. „Mit den trockenen Blüten kann man beispielsweise leckeren Tee machen. Oder man kocht sie ein und macht Marmelade daraus. Jeden Morgen einen leckeren Brotaufstrich - und das Immunsystem ist gerüstet“, erzählt Werner Gahlen. 

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