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Literaturkurs des Vestischen Gymnasiums führte "Peer Gynt" auf

Im Forum der Hauptschule

Im Literaturkurs des 11. Jahrgangs des Vestischen Gymnasiums wird nicht nur gelesen und diskutiert, es wird vor allem auch Theater gespielt - jetzt hatten sich die Jugendlichen "Peer Gynt" vorgenommen.

Kirchhellen

von Von Werner Wenig

, 13.06.2012
Literaturkurs des Vestischen Gymnasiums führte "Peer Gynt" auf

Der Literaturkurs führte Peer auf.

„Dabei werden die Stücke so ausgesucht, dass alle mitspielen können“, sagt Karin Tiedt, Leiterin des Kurses. In den vergangenen Jahren waren es so anspruchsvolle Stücke wie „Der Besuch der alten Dame“, „Sommernachtstraum“, aber auch das moderne Aids-Epos „Deadline“ von Henning Mankell.

Dieses Jahr fiel die Wahl angesichts von 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen, das sie am Dienstagabend im Forum der Hauptschule vor zahlreichen Zuschauern aufführten. „Die Figuren sind aus dem Leben gegriffen“, erläuterte Karin Tiedt. „Alle konnten sich ihre Rollen aussuchen, dann begannen wir mit Stimmbildung, denn die Schüler sind ja keine ausgebildeten Schauspieler.“ Das merkte man aber kaum. Mit Begeisterung, Schwung und Hingabe spielten sie und ließen so die Geschichte des „Phantasten und Geschichtenerfinders“ Peer Gynt, engagiert gespielt von Pierre Berthold und Carsten Rothkegel, lebendig werden, der aus seinem Dorf in die Welt flüchtet, wo er manch Wundersames erlebt. „Er begegnet dabei auch Trollen und entkommt dabei nur knapp der Vermählung mit der Trollprinzessin“, anmutig gespielt von Johanna Waegemann. Nach vielen Jahren kommt die Zeit der Selbstreflektion. „Ist er tatsächlich er selbst oder ist er doch nur einer von Vielen, ohne Bedeutung, ohne wirkliche Identität, ein Nichts und Niemand?“ Er erkennt, dass er nur vor sich selbst weggelaufen ist. Er kehrt in sein Dorf zurück. Dort trifft er Solveig wieder, seine großen Liebe aus vergangenen Tagen, verkörpert von Freya van Ellen, die er schnöde verlassen hatte. Sie ist es, die ihn tröstet und schließlich rettet.

Mit minimaler Kulisse, bestehend nur aus grauen Kisten, ganz ohne Beleuchtungstricks und nur gelegentlichen Geräuschen vom Band gelingt es den Schülern, ein lebendiges und spannendes Theaterstück zu einem Erlebnis zu machen. „Es ist ein Highlight im Schulleben“, freut sich Karin Tiedt, womit sie ohne Zweifel auch die Gefühle der Zuschauer ausgedrückt hat.

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