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Mehrheit ist gegen weitere Einzelhandelsflächen im Ortskern

Abfuhr für Edeka

Gegen eine Erweiterung der Einzelhandelsflächen im Dorfkern hat sich die Bezirksvertretung mit den Stimmen von CDU und ÖDP ausgesprochen. Damit haben die Politiker den Plänen der Edeka-Betreiber, ihr Geschäft auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße zu erweitern, faktisch eine Absage erteilt.

Kirchhellen

von Von Berthold Fehmer

, 19.06.2012
Mehrheit ist gegen weitere Einzelhandelsflächen im Ortskern

Von der Hauptstraße auf den Josef-Terwellen-Platz: Das ist der Plan der Eheleute Milewski, damit der Edaka-Markt im Dorf bleiben kann.

Planungsamtleiterin Ursula Dickmann hatte zunächst die Möglichkeiten erläutert: Von der vom Gutachter vorgeschlagenen Variante, den Terwellen-Platz als Erweiterungsfläche vorzusehen, über eine reduzierte und Minimal-Variante bis hin zur „Null-Variante“.Doch für Dorothee Askemper und die CDU stellte sich gar nicht die Frage, ob man weitere Flächen für Einzelhandel zur Verfügung stellen solle. Denn damit entstehe womöglich eine Riegelbebauung an der Hauptstraße. Zudem werde der Rewe-Markt geschädigt. Wenn man jeglichen Entwicklungsbereich aus dem Einzelhandelskonzept herausnehme, warnte der Technische Beigeordnete Norbert Höving, habe man keinen Spielraum mehr. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Regelung rechtlich angreifbar sein könnte. Noch gebe es keinen Antrag von den Edeka-Betreibern, so Höving.

Wenn diese aber eine Verkaufsfläche von 1600 Quadratmetern anstrebten, müsse man prüfen, ob dies verträglich sei. „Wenn Sie meine Meinung wissen wollen: Das würde wahrscheinlich für Verdrängung sorgen.“ Ruth Becker (FDP) erinnerte daran, dass der Edeka der erste Markt im Ort gewesen sei, und deshalb Bestandsschutz habe. „Wenn so ein Markt hier fehlte, wären wir nicht optimal versorgt.“ Askemper blieb jedoch bei ihrer Haltung. Wenn man anfange, einem Discounter Erweiterungsmöglichkeiten zu gestatten, wie könne man dann Begehrlichkeiten von anderen Anbietern abwehren? „Wir bringen eine Kette ins Rollen, die wir alle nicht haben wollen.“ Noch habe man in Kirchhellen Einzelhandel, bei einer Ansiedelung von Edeka neben Aldi werde das Hauptstraßengebiet abgeschnitten. Trotz des Beschlusses der Bezirksvertretung ist das Thema noch nicht vom Tisch. Denn der Haupt- und Finanzausschuss könnte zu einem anderen Ergebnis kommen.

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