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Mitreißendes Konzert unter den Linden

Ruth Miketta Quintett im Hof Jünger

Den Organisatoren vom Kulturzentrum Hof Jünger fiel am Sonntagmorgen ein Stein vom Herzen. Schließlich war seit langer Zeit ein Jazzkonzert im Freien geplant. Alles wurde gut, und das schöne Wetter stimulierte das Publikum sichtlich.

von Von Norbert Deseive

, 18.06.2012
Mitreißendes Konzert unter den Linden

<p>Das Ruth Miketta-Quintett spielte unter den Lindenbäumen im Hof Jünger ein begeisterndes Konzert. 150 Zuhörer forderten später eine Zugabe. <p></p> Deseive</p>

Mehr als 150 Besucher genossen in entspannter Atmosphäre ein hervorragendes Jazzkonzert mit dem Ruth Miketta Quintett unter den Lindenbäumen im Hof. Die fünf Musiker spielen jetzt seit fast vier Jahren zusammen. Dabei sind sie in ihrer gemeinsamen Leidenschaft für den Jazz so erfolgreich, dass im nächsten Jahr eine CD produziert werden soll, mit deren Stücken eine Tournee geplant ist..

Überregional bekannt Die Musiker sind auch außerhalb ihrer Heimatstädte keine Unbekannten mehr. So leitet Ruth Miketta den überregional bekannten All Woman Chor seit mehr als 15 Jahren, und ihr Mann Manni war Arrangeur und der musikalische Leiter der "Ruhr-Revue", in der neben den Missfits auch Herbert Knebel auftrat. In Zusammenarbeit mit Gerburg Jahnke komponierte er das Lied "Oberhausen", das bei jedem Missfits-Auftritt gesungen wurde.

Dass der Jazz zum Beispiel bei den Stücken "Mas quenada" oder "Besame mucho" so entspannt und lässig klang, ist aber auch den anderen Musikern zu verdanken, die sich gegenseitig in den Jazz-Standards inspirierten, um dann mit virtuosen Improvisationen zu glänzen. Dieses Klangerlebnis ist nur möglich, wenn die gegenseitigen Inspirationen von einer gemeinsamen Empathie getragen werden. Und das war bei allen Stücken spürbar.

Glänzend aufgelegter Saxophonist Ralph Bazzanella am Saxophon war glänzend aufgelegt und riss die Besucher immer wieder zu spontanen Begeisterungsstürmen hin. Am Keyboard spielte Roland Miosga, studierter Pianist und Musikpädagoge. Er brillierte mit offensichtlicher Spielfreude bei seinen rasanten Improvisationen, und als Meister am Schlagzeug spielte Jens Otto mit musikalischer Hingabe seine rhythmischen Kapriolen.

Natürlich ließ das begeisterte Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe nach Hause gehen. Wie sagte doch ein Besucher zu treffend: "Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah." Recht hat er!

 

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