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Schock an der Matthias-Claudius Schule

Nach Experten-Empfehlung

Mit Überraschung und Schockierung haben Lehrer und Eltern der Matthias-Claudius Schule die Empfehlung der Projektgruppe Bildung und Region aufgenommen, die vorschlug, die Schule aufzulösen. Jetzt regt sich Widerstand.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 28.06.2012

„Von der Empfehlung war ich überrascht“, gibt Schulleiter Gregor Fontein zu. Seit Tagen steht sein Telefon nicht mehr still. Dass die Projektgruppe Bildung und Region vorgeschlagen hat, die Matthias-Claudius-Schule aufzulösen, habe Unsicherheit bei Eltern, Lehrern und OGS-Mitarbeitern erzeugt, so Fontein. Viele im Kollegium machten sich derzeit Gedanken um ihren Arbeitsplatz, sagt Fontein. Auch wenn es sich bislang nur um einen Vorschlag einer Expertengruppe handele und nicht um einen Schulentwicklungsplan. Die Überraschung kommt nicht von ungefähr. Vor vier Jahren wurden die Matthias-Claudius-Schule und die Feldhausener Marienschule fusioniert. „Jetzt kehrt Ruhe ein“, dachte Ursula Berger, Leiterin der OGS in Feldhausen, die die neueste Entwicklung nicht verstehen kann.„Wir haben steigende Schülerzahlen, 80 Prozent der Kinder sind in der OGS. Die Eltern suchen sehr bewusst ihren Schulort aus.“ 68 Kinder sollen im nächsten Jahr in der OGS in Feldhausen angemeldet sein. „Was wird daraus?“, fragt Berger. Die Matthias-Claudius-Schule habe „das Fusionieren hinter sich“, allenfalls könne man noch überlegen, ob man nicht die Johannesschule in das bestehende System einbinde. „Es war ein Schock“, sagt Britta Brüne, Klassenpflegschaftsvorsitzende und Vorsitzende im Feldhausener Förderverein, über den Moment, als sie die Neuigkeiten aus der Zeitung erfahren habe. Aus ihrer Sicht sei die Information der Bürger auch zur Unzeit erfolgt: „Zwei Wochen vor den Ferien sind alle Eltern und Lehrer vollgepackt mit Terminen.“ Dennoch rege sich bereits jetzt Widerstand unter den Eltern. „Wir sind nicht gegen die Johannesschule oder die Gregorschule. Aber wir sind für unsere Schule“, so Brüne. Nun suche man den Kontakt zur Politik, um über die Pläne ins Gespräch zu kommen. Was die Arbeiten des Fördervereins betreffe, werde man nichts mehr organisieren, „bis das geklärt ist.“

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