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Therapeutisches Reiten für Menschen mit Behinderung

Rotthoffs Hof

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Sechs Kinder mit körperlichen, geistigen, psychischen oder sinnesbedingten Beeinträchtigungen lernten dies am Donnerstag auf dem Rotthoffs Hof in Kirchhellen Ekel kennen.

KIRCHHELLEN

von Von Holger Steffe

, 19.08.2010

Seit Jahren können in der Einrichtung des Diakonischen Werkes an der Münsterstraße geistig und psychisch behinderte Menschen beim therapeutischen Reiten den Umgang mit Pferden erlernen. Sandra Wildner vom Bottroper Sozialamt nutzt dieses Angebot für die von ihr betreuten Kinder einer Ferienfreizeit. Auch in diesen Sommerferien tummeln sich 46 Kinder und viele Betreuer im Spielraum des Jugendamtes, beim Basteln, Spielen, Ausflügen oder Spazierengehen.

Am Donnerstag kam eine Gruppe von sechs Kindern zum Rotthoffs Hof. Begleitet von ihren Betreuern Judith Wenker und Dominik Sutor knüpften sie vorsichtig erste Kontakte zu den Pferden. Julia Stumpf, Lehrerin für therapeutisches Reiten, und Praktikantin Lara Demel hatten für die Kinder ein Pony und ein Großpferd ausgesucht. Das 19-jährige Schimmelpony Judith und die 15-jährige Stute Zara sind erfahrene Therapiepferde. Bevor es allerdings auf den sandigen Reitplatz geht, ist erst einmal das Putzen der Tiere angesagt. Beim Führen des Pferdes entwickeln die Kinder erste Kontakte und dürfen danach selbst entscheiden, ob sie es auch reiten möchten. Für den kleinen Jonni ist das überhaupt keine Frage, selbst als er mit dem Rücken zur Laufrichtung im Sattel sitzt, kann es ihm nicht flott genug voran gehen. Er würde auch gerne sofort auf die große Zara wechseln, aber da sind erst einmal Sarah und Vanessa dran.

Im Hütchen-Parcours, beim überqueren einer Brücke und bei einfachen Wurfspielen können die Kinder ihre Geschicklichkeit testen. Die Leiterin des therapeutischen Reitens auf dem Rotthoffs Hof, Sabine Ridderskamp, brauchte gestern nur wenig eingreifen.   Zara ging nicht nah genug an den Aufstiegplatz, da bedarf es schon einmal der energischen Hand der Chefin, ganz zur Freude von Praktikantin Lara. Ein großartiges Erlebnis für die Kinder ging nach anderthalb Stunden zu Ende, heute kommt die nächste Gruppe. 

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