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Viele Emotionen, wenig Neues

Diskussion über Neubau

Täglich grüßt das Murmeltier. Genau wie die Szenen in diesem Film wiederholten sich am Dienstagabend (18.11.) die Argumente für und gegen den Rossmann-Neubau beim Treffen der Initiative „Kirchhellen bleibt Dorf“ im Brauhaus.

Kirchhellen

, 19.11.2014
Viele Emotionen, wenig Neues

Im Brauhaus wurde über den Neubau diskutiert.

Schnell stellte sich heraus, dass man von einem konstruktiven Meinungsaustausch, wie er laut Einladung stattfinden sollte, weit entfernt war. „Diese Scheiß-Wand, die da hin gebaut werden soll, stört mich ganz einfach“, so ein Mitglied der Initiative „Kirchhellen bleibt Dorf“. Einen gemeinsamen Nenner fanden die anwesenden Vertreter der Initiative und Bürger immerhin: Nicht die Neubebauung oder die Ansiedlung von Rossmann ist das Problem, sondern die Art der Realisierung und die Größe des Projektes.

"Vier Stockwerke sind zu viel, man sollte sich auf zweieinhalb beschränken“, wiederholte Matthias Gellner, Gründer der Initiative. „Unrentabel“, war die Antwort. Auch der Bauträger wurde angegriffen: „Es geht nicht um Kirchhellen, sondern nur ums Geld.“ Der Neubau an der Hauptstraße soll neben einem rund 800 Quadratmeter großen Drogeriemarkt auch 27 seniorengerechte Wohneinheiten beherbergen. Einige Anwesende konnten der Diskussion jedoch nicht folgen, weil weder Bebauungspläne, noch Abbildungen vom geplanten Bau bei dieser Diskussionsrunde vorlagen. Als die Schilderungen der Insider ins Detail gingen, wussten die Bürger schlichtweg nicht, worüber gesprochen wurde.Stimmgewirr Matthias Gellner zeigte ihnen zur Klärung auf seinem Tablet Bilder und sprach über die Details. Gleichzeitig diskutierten andere über „architektonische Sünden“ in Kirchhellen insgesamt. Stimmgewirr. Die restlichen Anwesenden wussten nicht, wem sie zuhören sollten. Immer wieder wurde versucht, eine klare Linie in die Diskussion zu bringen. Aber mangelnde oder falsche Information verhinderten dies ebenso wie verhärtete Fronten. Hat die Stadt Bottrop nicht ausreichend informiert? „Die maßlose Bauwut in Kirchhellen wird von Bottrop ferngesteuert und lässt Betonburgen entstehen“, hieß es von der einen Seite.

Haben die Bürger Kirchhellens einen frühzeitigen Protest verpennt? „Diese Heulerei im Nachhinein passt nicht“, so ein Teilnehmer. Der Schwarze Peter wurde umher geschoben. Emotionalität siegte über Objektivität. „Die Bebauungspläne für unser Dorf könnten den Zuzug unpassender Personen fördern“, warf eine Anwesende in den Raum und entschuldigte sich sofort wieder für diese Äußerung. Weitere Treffen der Initiative sind geplant. Dann mit mehr Informationen und hoffentlich auch mit Beamer, Fotos und Plänen.

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