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Kirchlinder Schüler singen auf Zeche Nachtigall

Droste-Hülshoff-Realschule

„Dunkelster Tag“, „Wege zur Arbeit“ oder „coal’s journey“ – das sind die klangvollen Titel der Kompositionen, mit denen 60 Schüler aus dem Ruhrgebiet am Sonntag (10.6.) die Zeche Nachtigall in Witten zum Klingen bringen. Auch Schüler aus Kirchlinde sind dabei.

KIRCHLINDE

10.06.2012
Kirchlinder Schüler singen auf Zeche Nachtigall

Schüler der Droste Hülshoff-Realschule machen Musik auf Zeche Nachtigall in Witten

Um 15 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu dem außergewöhnlichen Wandelkonzert in sein Industriemuseum ein. Die selbst komponierten Stücke erklingen tief aus dem Stollen, hoch von der Ringofendecke, im Sandsteinbruch, auf dem Ruhraak und von der Feldbahn. In den vergangenen Wochen hatten sich unter anderem die Schüler der Kirchlinder Droste-Hülshoff-Realschule gemeinsam mit ihren Lehrern, Musikern und Museumspädagogen auf eine Zeitreise durch das industrielle Erbe des Ruhrgebiets begeben. Auf dem Museumsgelände erforschten sie die Klänge, die einst die tägliche Arbeit in der Grube und auf der Ziegelei begleiteten, experimentierten damit und setzten die gewonnen Eindrücke in eigene Kompositionen um.

Mit dem Projekt, das auf Bildungspartnerschaften mit Schulen aus dem Ruhrgebiet beruht, beschreitet das LWL-Industriemuseum neue Wege der Vermittlung. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen durch das Medium Musik einen persönlichen Zugang zur Industriegeschichte der Region zu verschaffen und ihr kreatives Potential zu fördern.Die Wittener Station ist bereits die dritte Auflage der musikalischen Zeitreisen ins Revier. Der Startschuss fiel im Kulturhauptstadtjahr 2010 im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, 2011 wurde das Schiffshebewerk Henrichenburg musikalisch bespielt. „Die Auszeichnung in diesem Jahr belohnt nicht nur das innovative Format des Projekts, sondern auch die Leistung der jungen Künstlerinnen und Künstler. Und sie bestärkt uns weiterzumachen“, freut sich Anja Hoffmann.

Im kommenden Jahr öffnet das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum seine Türen für die Schulen des Ruhrgebiets. Aus über 2000 Bewerbungen hatte eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern insgesamt 365 Projekte – für jeden Tag im Jahr eines – als Preisträger ausgewählt.Dass die Musik aus der Grube noch lange nachklingt, ist unter anderem der DEW 21 zu verdanken: Der Dortmunder Energie- und Wasserversorger unterstützt die Filmdokumentation des Projektes. Am Sonntag ist der Eintritt ins Industriemuseum frei, auch die Führungen durch den Nachtigallstollen sind an diesem Tag kostenlos. Der Besucherparkplatz „Nachtigallstraße“ befindet sich ca. 1,3 Kilometer vom Museumsgelände entfernt. Ab 14 Uhr steht ein Shuttlebus zur Verfügung  

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