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Kirmesfans lieben Break-Dance auf dem Schleudersitz

Martener Volksfest

MARTEN. Der "Break Dancer" ist nichts für schwache Nerven. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit werden die Besucher in den Zweisitzern durch die Gegend gewirbelt. Trotzdem oder auch gerade deswegen gehört das Fahrgeschäft zu einer der Hauptattraktionen auf dem Martener Volksfest (MaVoFe).

von Von Jennifer Riediger

, 01.08.2010

Zum 61. Mal ging es an diesem Wochenende rund im Dortmunder Westen. Und auch diesmal lockte die Kirmes wieder zahlreiche Besucher an. Neben neuen Attraktionen, wie dem Trampolinspringen für Kinder, fehlten auch die Klassiker nicht: Kettenkarussell, Losbude und natürlich der Autoscooter.Beliebter Treffpunkt "Das ist der Treffpunkt auf der Kirmes. Hier gibt es immer die schönsten Mädchen und die frechsten Jungs", weiß Reinhard Gallen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Martener Vereine und Organisator des MaVoFe. Ein anderes altbekanntes Kirmesvergnügen hat es Marco Schröder angetan. Der Siebenjährige versucht sich im Dosenwerfen. Mit Geduld und Tipps von der Oma wirft er mit viel Schwung die Schaumstoffbälle. "Das ist das Beste hier auf der Kirmes, weil man so tolle Preise gewinnen kann", findet Marco. Für den Hauptgewinn reicht es zwar nicht, aber das Gewehr mit den Gummipfeilen tröstet darüber schnell hinweg.

Aber nicht nur die junge Generation hat bei ihrem Besuch der Kirmes viel Freude. Auch alteingesessene Martener freuen sich jedes Jahr auf das Volksfest. "Ich laufe hier jedes Jahr lang, treffe Leute und manchmal kaufe ich mir Mandeln oder eine Bratwurst", sagt Gertrud Wincek, die seit 40 Jahren in der Gegend wohnt.Veranstalter wollen kein Risiko eingehen Und so genießen Jung und Alt das Volksfest, auch wenn es in diesem Jahr kein Bühnenprogramm gibt. "Wir wollten kein finanzielles Risiko mehr eingehen", erklärt Karl Heinz Driller, Schriftführer der Arbeitsgemeinschaft Martener Vereine. Diese löst sich zum Ende des Jahres auf, weil für Reinhard Gallen kein Nachfolger gefunden wurde. "Es geht einfach nicht mehr. Die Planung kostet Zeit, Idealismus und Engagement und das alles im Ehrenamt", erklärt Gallen seinen Rückzug. Wie in Zukunft das Martener Volksfest aussehen wird, ist daher ungewiss.

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