Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kishon-Stück greift Vorurteile auf

Premiere im Stockumer Theaterverein

"Schwarz auf Weiß", das Stück, das vor über 50 Jahren von Ephraim Kishon über das Zusammenleben von Juden und Arabern geschrieben wurde, ist immer noch hochaktuell. Das bewies die Premiere des Stockumer Theatervereins am Samstag.

WITTEN

von Von Holger Görg

, 01.11.2010
Kishon-Stück greift Vorurteile auf

Die Situation zwischen den weißen und den grauen Mäusen ist gespickt von Vorurteilen und gegenseitiger Ablehnung.

Das satirische Stück über die weiße Mäusefamilie Käsehoch und die grauen Familie Springinsfeld entspricht nach wie vor dem Zeitgeist. Die Tierchen unterschieden sich nicht nur durch ihre Fellfarben, sondern auch durch ihren Lebensstand. Ein Grund mehr für den Regisseur Tobias Grunwald und sein Ensemble vom Stockumer Theaterverein (STV), die von Kishon in seinem Stück verarbeitete Problematik des Glaubens und des Andersseins erneut aufzugreifen und auf die Bühne zu bringen.  

Die Mäusefamilien leben auf engstem Raum bei einander. Und obwohl von einem gemeinsamen Feind, der Katze, ständig bedroht, gelingt es niemandem, die eigentlichen Gemeinsamkeiten zu erkennen. Die Gedanken sind vergiftet von Vorurteilen und falschen Vorstellungen vom Gegenüber.

Doch letztendlich ist es die Liebe zweier junger Mitglieder der beiden gegensätzlichen Familien, die allen die Augen öffnet und das Stück in ein Happy-End verwandelt. Der STV, der für seine Aufführungen die Pausenhalle der Harkortschule mit vielen Helfern jedesmal in ein kleines Theater verwandelt, konnte übrigens dieses Mal seinen Gästen dank einer großzügigen Sachspende ein professionelles Bühnenbild bieten.