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Kita-Einrichtungen in Berghofen befürchten ungerechte Platzverteilung

U3-Betreuung

BERGHOFEN Die bevorstehende Schließung des katholischen Kindergartens in Sölde und der angekündigte Bau einer Kindertagesstätte am Apolloweg scheinen wie ein Damokles-Schwert über den Einrichtungen in Berghofen zu schweben.

von Von Sarah Hinderer

, 20.08.2009
Kita-Einrichtungen in Berghofen befürchten ungerechte Platzverteilung

Die Kitas in Berghofen machen sich Sorgen.

Denn bei einer öffentlichen Veranstaltung der SPD zum Thema „familienfreundliches Berghofen“, äußerten sich sowohl der katholische als auch der evangelische Kindergarten kritisch. Der St. Joseph Kindergarten beobachtet mit Sorge die sinkenden Anmeldezahlen aus der Gemeinde, haben sie doch vom Erzbistum Paderborn die Vorgabe, dass 70 Prozent der Kinder katholisch sein sollen. Aber auch die Protestanten machen sich Sorgen.

Denn dem St. Joseph-Kindergarten seien für dieses Kindergartenjahr mehrere U3-Plätze bewilligt wurden, dem evangelischen Kindergarten jedoch nicht. „Wir können die 75 bestehenden Plätze behalten und zusätzlich U3-Plätze anbieten“, meint Pfarrerin Meike Friedrich. Sie sorgt sich um ein Ungleichgewicht und auch um eventuelle Benachteiligung. „Das heißt nicht, dass wir jetzt die Säbel wetzen und in den Kampf ziehen, aber unsere Bedarfsabfrage hat deutlich gezeigt, dass Eltern sich ein Angebot für jüngere Kinder wünschen.“

Auf Anfrage unserer Zeitung stellte Dagmar Papajewski, Sprecherin der Stadt Dortmund, klar: „Es wurden keine Anträge abgelehnt. Der katholische Kindergarten hatte lediglich weniger Anmeldungen bekommen, als Plätze zur Verfügung – somit konnte umgelegt werden.“ Dies sei jedoch keine Absage an den evangelischen Kindergarten. „Der Antrag liegt vor und wird auch im Rahmen der Planungsperspektive 2013 bewilligt. Zurzeit haben jedoch die Kinder mit gesetzlichem Betreuungsanspruch Priorität.“ Wann der Antrag des evangelischen Kindergartens bewilligt werde – ob vor oder nachdem auch U3-Plätze am Apolloweg vorhanden sein werden – stünde jedoch noch nicht fest.

Kritisiert wird diese Vorgehensweise von Michael Taranczewski, Ratskandidat der SPD, der sich bereits bei der Veranstaltung für das Thema stark machte. „Wenn Einrichtungen nur U3-Plätze bekommen, weil nicht genügend Anmeldungen eingegangen sind und damit nicht das Engagement des Trägers berücksichtigt wird, ist das schon ein Stück Ungerechtigkeit.“

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