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Klage durch alle Instanzen

LANGENDREER Die Stadt will es, die ganz große Mehrheit im Fachausschuss will es, eine Bürgerinitiative will aber mit allen juristischen Mitteln die Erweiterung der Straßenbahnlinie 310 verhindern.

von Von Thomas Aschwer

, 26.08.2008
Klage durch alle Instanzen

So stellen sich die Planer die künftige Verknüpfung von S-Bahn und Straßenbahn in Langendreer vor.

Sie lehnt auch die in vielen Punkten überarbeitete Planung ab – hat grundsätzliche Zweifel am Sinn der rund 42 Mio. Euro teuren Investition. Die Züge wären beim geplanten Zehn-Minuten-Takt nur zu gut 15 Prozent ausgelastet, so ein Kritikpunkt. Ihr Rechtsbeistand sieht negative Auswirkungen auf die Gewerbetreibenden. Bei einer Bauzeit von vier bis fünf Jahren würden viele Firmen kaputt gehen und viele Arbeitsplätze vernichtet sein, bevor die Linie eingeweiht sei.

Ein Punkt, den gestern auch Kommunalpolitiker kritisch sahen. Es müsse alles getan werden, um die Arbeiten deutlich zu komprimieren. Ansonsten konnten die Sprecher der Fraktionen vor allem nicht verstehen, warum die Sprecher der Initiative gleich „schwere Geschütze“ aufgefahren hätten. „Es wird vor Gericht und durch alle Instanzen gehen“, so die Ankündigung eines Rechtsanwalts. Derweil setzt Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch weiter auf gute Gespräche. „Wir wollen den Dialog.“ Zugleich machte er aber deutlich, dass er ein starker Befürworter des Projektes ist. Die rot-grüne Mehrheit im Stadtrat hat Kratzsch auf jeden Fall hinter sich. Und auch in der CDU gibt es viele Befürworter für das Projekt. Weiter Zweifel hat hingegen die FDP. Felix Haltt lobte zwar die positiven Veränderungen der geänderten Planung, unter dem Strich bleibt die Position: „Wir brauchen die Großinvestition nicht.“

Dennoch hat der Fachausschuss gestern das Planfeststellungsverfahren für den rd. 5,5 Kilometer langen Streckenabschnitt auf den Weg gebracht. Allerdings mit einigen „Hausaufgaben“ für die Verwaltung. Die soll etwa genau nachrechnen, wie viele Bäume im Zuge der Maßnahme fallen werden. Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Frage der Ampelanlagen an den Haltestellen.