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Hannover 96 beendet Misere

Klassenerhalt nach 2:1 gegen Bremen zum Greifan nah

HANNOVER Hannover 96 beendet seine Negativserie und macht einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Die Niedersachsen gewinnenzum Auftakt des 29. Spieltags mit 2:1 gegen Bremen und bauen ihr Polster auf den Relegationsrang vorübergehend auf neun Punkte aus. 

Klassenerhalt nach 2:1 gegen Bremen zum Greifan nah

Martin Harnik (r.) bejubelt sein Tor zum 1:0 gemeinsam mit Niclas Füllkrug. Foto: dpa

Vor 49.000 Zuschauern im ausverkauften Hannoveraner Stadion erzielten Martin Harnik (17.) und Felix Klaus (42.) die Tore für die Elf von Trainer André Breitenreiter, die nach zuletzt fünf Niederlagen nacheinander erstmals seit Februar wieder als Sieger vom Feld ging. Ishak Belfodil traf für Werder (74.).

Zaghafte Europa-Träume beendet

In der Tabelle rückte 96 mit 35 Zählern bis auf einen Punkt an die Gäste aus Bremen heran. Werder hatte aus den vergangenen fünf Partien 13 Zähler geholt und unter der Woche den Vertrag mit Trainer Florian Kohfeldt bis 2021 verlängert. Die zaghaften Träume von Europa dürften für den Erfolgscoach und sein Team nach der Auswärtsniederlage endgültig beendet sein.

Die zuvor schlechten Ergebnisse und zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle merkte man Hannover zu keinem Zeitpunkt der Partie an. Mit viel Engagement und Pressing teils schon am gegnerischen Strafraum setzten die Gastgeber Werder schon zu Beginn unter Druck. 96 spielte immer wieder über die linke Seite und den agilen Klaus. Dessen erste Flanken fanden zwar keinen Mitspieler, doch als der 25-Jährige nach einer guten Viertelstunde auf Miiko Albornoz passte und dieser flach nach innen gab, war Harnik zur Stelle und spitzelte den Ball in die kurze Ecke.

Hektisch und unkonzentriert

Kurz vor dem Hannoveraner Treffer hatte Maximilian Eggestein die Werder-Führung nach Zuspiel von Thomas Delaney zentral vor dem 96-Tor knapp verpasst (14.). Teamkollege Max Kruse vergab in der 25. Minute die große Chance zum Ausgleich: Hannover klärte eine Flanke nur unzureichend und aus 15 Metern drosch der Offensivmann den Ball deutlich über das Tor. Insgesamt zeigten sich die Bremer im ersten Durchgang jedoch nur selten in der Gefahrenzone des Gegners.

Auch nach dem 1:0 machten es die Niedersachsen gut, präsentierten sich zweikampfstark und ließen die zuletzt so erfolgreichen Bremer kaum zur Entfaltung kommen. Anders als in den vergangenen Wochen wirkte der SVW häufig hektisch, unkonzentriert - und wurde von Hannover bestraft. Nach einer Balleroberung in der Werder-Hälfte chippte Ihlas Bebou den Ball auf Marvin Bakalorz. Der Mittelfeldmann scheiterte mit seinem gefühlvollen Heber am Pfosten, doch Klaus staubte ab.

Spannende Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel brachte Kohfeldt Zlatko Junuzovic für Florian Kainz und Werder probierte mehr. Bis auf einen unpräzisen Kruse-Schuss, der in den Armen von 96-Torwart Philipp Tschauner landete, gelang den Gästen jedoch zunächst nicht viel. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende änderte sich das. Belfodil setzte sich nach einer Flanke von Delaney im Sechzehner durch und traf per Kopf zum Anschluss. Nur eine Minute später fand er im Eins-gegen-Eins in Tschauner seinen Meister.

Für Hannover hatte Bebou die große Chance zur Entscheidung, kam jedoch nicht an Bremens Keeper Jiri Pavlenka vorbei (83.). Werder drängte auf den Ausgleich, doch Hannover verteidigte gut und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Von dpa

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