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Klausuren der juristischen Fakultät verschwunden

Ruhr-Universität

Dicke Luft an der Ruhr-Universität: An der juristischen Fakultät sollen im vergangenen Semester Klausuren verschwunden sein. Diese Vorwürfe hat jetzt der Fachschaftsrat erhoben. Der AStA fordert deshalb eine Neuregelung der Aufbewahrung und Herausgabe von prüfungsrelevanten Arbeiten.

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 19.08.2010
Klausuren der juristischen Fakultät verschwunden

Tatort Hörsaal: In Großräumen wie diesem im Hörsaalzentrum Ost schreiben die Studierenden ihre Klausuren.

In 15 Fällen sollen laut Fachschaftsrat und AStA Klausuren teilweise oder sogar ganz verschwunden sein. „In einem Fall waren von neun Seiten noch zwei Seiten übrig“, sagt der AStA-Vorsitzende Jan Keitsch. Die betroffenen Studierenden konnten ihre Prüfungen so natürlich nicht bestehen.

Mitglieder des Fachschaftsrats der juristischen Fakultät gehen in ihren Vorwürfen so weit, dass sie Mitarbeiter des Dekanats persönlich für die Vorfälle verantwortlich machen. Von gezieltem Mobbing ist die Rede. Es wurde auch von Fällen berichtet, in denen Beschimpfungen auf die Klausurseiten geschmiert wurden. Aufklärung in allen Fällen verspricht Dekan Prof. Martin Burgi. „Wir sind für Montag mit den Vertretern der Fachschaft verabredet und werden dort erst einmal die Tatsachen ermitteln – das ist schließlich die Aufgabe von Juristen.“

Bisher sei die Sachlage noch alles andere als klar – auch, ob es sich wirklich um 15 Fälle handele. Klar scheine allerdings: „Es ging dabei nicht um Staatsexamen, niemand wurde wegen der verschwundenen Klausuren im Studium zurückgeworfen“, so Burgi. Er ist sich sicher, dass eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden wird. Als generelle Lehre aus dem Vorfall fordert der AStA, dass Klausuren nur noch gegen Vorlage des Studierendenausweises oder einer entsprechenden Vollmacht herausgegeben werden. „Außerdem müssen sie nach der Abgabe sofort weggeschlossen werden und es muss nachvollziehbar sein, wer Zugang zu ihnen hatte“, so der Vorsitzende Jan Keitsch. Der Umgang mit prüfungsrelevanten Unterlagen sei an der Uni zu leichtfertig.