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Kleider und Geld sammeln für betroffene Menschen

Bosnische Gemeinde

Die Jahrhundertflut in Bosnien hat die Bosnische Gemeinde auf den Plan gerufen: Seit Anfang der Woche (KW 21) werden an der neuen Moschee Hilfsgüter für die Menschen gesammelt, die durch Flut im Norden des Landes oft ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.

INNENSTADT

, 21.05.2014
Kleider und Geld sammeln für betroffene Menschen

Ruvejd Jahic mit den ersten Spenden für Bosnien.

Auch Angehörige der Mitglieder der Bosnischen Gemeinde Witten sind betroffen: „Viele von uns haben Verwandte da und die fragen schon, wie wir von hier aus helfen können. Deshalb sammeln wir seit Anfang der Woche Hilfsgüter. Die können jeden Tag von 16 bis 20 Uhr an der Moschee abgegeben werden“, sagt Armin Suceska, Sprecher der bosnischen Gemeinde. Angenommen werden die Spenden im Büro der Gemeinde, das in den ehemaligen Räumen der Fahrschule Franzen, Breite Straße 3 ist.

Vor allem Kleiderspenden sind willkommen, da viele Menschen nur noch das besitzen, was sie auf dem Leib tragen. „Wir transportieren die Hilfsgüter selbst nach Bosnien“, beschreibt Suceska den weiteren Weg der Hilfsgüter. Die Transporte werden organisiert von der „Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland“ (IGBD). In Bosnien übernimmt zum Teil die Mutterorganisation der islamischen Gemeinschaften den Weitertransport. Leicht wird es nicht sein, die Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen, die sie so dringend brauchen.

„Vor den Grenzen sollen sich die Transporte schon stauen“, sagt Suceska. Dennoch wolle man die Aktion bis zum Ende der nächsten Woche (KW 22) weiterführen. Die Spendenbereitschaft der Menschen ist groß. Gestern standen Zylinka Kolorevic und Zana Andacic mit stramm gefüllten Säcken voller Kleidung vor der Moschee. Die eine Serbin, die andere Kroatin. Und nun in ihrem Bemühen die Not der Menschen zu lindern, doch eine Gemeinschaft: „Da guckt keiner mehr, wer wer ist, da halten alle zusammen“, sagt Zana Andacic. Und auch die Wohnungsgenossenschaft Mitte hilft. 

„Wir übergeben am Donnerstag 30 Pakete und einige Säcke“, sagt Anne Klar, Sozialarbeiterin bei dem Wohnungsunternehmen. Die Spenden kommen von Mietern und gehen in der Regel über die Caritas nach Rumänien. „Doch der nächste Transport geht erst im November, da können wir jetzt doch besser den Menschen in Bosnien helfen“, sagt Klar. Wer selber spenden will, hilft den Organisatoren, wenn er sie gut verpackt und den Paketen eine Liste mit dem Inhalt beigibt. „Sonst reißen die Grenzbeamten die Pakete möglicherweise auf“, sagt Suceska. Aber auch Geldspenden sind willkommen: „Dann kann vor Ort das gekauft werden, was am nötigsten gebraucht wird“, so Suceska.

Spendenmöglichkeit
Spendenkonto: Empfänger IGBD – Zentralrat e.V., Sparkasse Duisburg, Konto-Nr.: 760 119 933, BLZ 350 500 00; IBAN : DE41 3505 0000 0760 119 933; Verwendungszweck: „Spende Flutkatastrophe 2014 Bosnien-Herzegowina“

Weitere Informationen auf der Internetseite unter 

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