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Kleine Haie und U-Boote

BOCHUM Das Treidelfest rund um das Ruhr-Hotel An der Kost hat am Samstag einen Auftakt erlebt, der nicht nur den Bootsbauern Spaß gemacht hat.

von von Peer-Boris Weichsel

, 17.08.2008
Kleine Haie und U-Boote

Sie sind die "Kleinen Haie": Jan, Damian, Julia und Sven (v.l.) vom Deutschen Unterwasser Club Hattingen. Foto Weichsel

Auch rund 1000 Zuschauer bekamen eine kuriose Show auf der etwa 3000 Meter langen Pendelstrecke geboten. 13 Teams trugen an Land ihre selbst gebauten Gefährte den Leinpfad in Richtung Schleuse hinauf, um nach dem Wassergang die Strömung der Ruhr bis ins Ziel an der Kosterbrücke zu nutzen.

Delfin schmückt Mast

"Zuviel Professionalität erzeugt nur Gewicht, und unser Boot wiegt auch so schon 100 Kilo", erzählt André Schmidt lachend. Der Taucher des Deutschen Unterwasser Club Hattingen hat die Jugendlichen des Vereins bei der Konstruktion ihres Eigenbaus unterstützt. Sie nennen sich "Kleine Haie", ein Delfin schmückt ihren Mast. Kreativität ist eben auch gefragt. "Unser Null-Euro-Boot hat sogar schon einen Wassergang hinter sich, aber sonst haben wir noch keinerlei Erfahrung!" erzählt Julia (16) kurz vor dem Start.

Angst habe sie keine, brauche sie aber auch nicht zu haben. Denn DLRG und Veranstalter haben streng auf die Sicherheit aller Teams geachtet. Schwimmwesten und Helme waren Pflicht, und jeder Bootslauf wurde auf dem Wasser von den Rettungsschwimmern überwacht.

Richtige Erfahrung mit Seifenkistenbooten hatte vor dem Renntag keines der Teams. "Aber alle waren sofort begeistert!" schwärmt Christian Biehl, der Initiator des Treidelfestes.

Die Idee sei beim Bier entstanden und dann ein Selbstläufer geworden. "Ich bin früher selbst gerne auf den Festen an der Ruhr gewesen. Unser Ziel ist, die Tradition der Treidelfeste wieder aufleben zu lassen, die vor etwa 20 Jahren eingeschlafen ist."

Weitere Auflage 2009

Der Testlauf, wie Biehl das Fest in diesem Jahr nennt, ist geglückt. Mit einem bunten Programm für die ganze Familie, einem guten gastronomischen Angebot und vielen ehrenamtlichen Helfern wurde von zehn Uhr morgens bis spät in den Abend unterhalten. Eine Wiederholung im nächsten Jahr sei schon jetzt in der Planung, Sponsoren hätten Kontinuität signalisiert. "Und mit der Bürgermeisterin habe ich auch schon einen Termin", gibt sich Biehl zuversichtlich.