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Kleiner Prinz, große Reise

WELLINGHOFEN Friedhelm Braekers erstes Auto war ein NSU. „Der Prinz“. In seinem Hochzeitsjahr war der damals 26-jährige Ingenieur nicht nur hin und weg von seiner Ehefrau, sondern auch von dem soliden Zweizylindermotor.

von Von Peter Bandermann

, 06.08.2008
Kleiner Prinz, große Reise

Friedhelm Braeker zeigt ein NSU-Modell und seinen ?Prinz? mit dem Dia-Bildbetrachter.

Noch heute schwärmt der am Niederhofer Kohlenweg wohnende Ex-Prinz-Fahrer von der Schubstangensteuerung für das Getriebe und dem luftgekühlten Heckmotor, der satte 30 PS frei setzte. „Das war ein kleiner Flitzer“, freut sich Friedhelm Braeker wie ein kleiner König über den „NSU Prinz“, mit dem er und seine Gemahlin eine sechswöchige Griechenlandreise unternahmen. Auf der Hinfahrt kletterte das junge Brautpaar den Nuffenen-Pass in Österreich streckenweise rückwärts hinauf, weil der Motor die Steigung im Vorwärtsgang nicht geschafft hätte. Angekommen in Griechenland erlebten die Braekers ein Abenteuer nach dem anderen: Ein Auffahrunfall im Kreisverkehr – Verursacher war ein Polizist – und tiefe Schotterstrecken lassen den Ingenieur noch heute schmunzeln. 100 000 Kilometer schaffte sein „Prinz“ – „gestorben ist er am Rost“, sagt Braeker. Nach der Griechenlandreise wurde der NSU sogar berühmt: Die Firma Hüsing in Holzwickede stellte den weitgereisten Wagen ins Schaufenster und dem Eigentümer ein Leihfahrzeug zur Verfügung.

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