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Kleingarten-Chef verbietet Kindern die Trampoline

Zu laut

Großer Ärger im kleinen Garten: In einer Kleingartenanalage in Kley hat ein Vereinsvorsitzender jetzt große Planschbecken und Trampoline verboten. Er beruft sich auf den Stadtverband - doch der will nicht Schuld sein.

KLEY

, 04.03.2014

Lothar Pawlowski, Vorsitzender des Gartenvereins Kleyberg in Kley, will große, aufblasbare Planschbecken aus der Anlage verbannen. Ebenso Trampoline. Wegen der „unzumutbaren Lärmbelästigung, da solche Anlagen in der Regel von mehreren Kindern gleichzeitig benutzt werden“.

Eine Welle der Empörung schwappte bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag durchs Vereinsheim. Da könne jedem Gartenmitglied mit Kindern „nur der Hut hochgehen“, meint Ute Zarges. Auch Bernd Meiser, selbst „liebender Opa“, schüttelt den Kopf: „Wo Kinder im Garten sind, ist es immer etwas lebhafter“, sagt er. Lothar Pawlowski hat seinen Hinweis an die lieben Gartenfreunde auch im Vereinskasten am Eingang der Anlage ausgehängt. Darin heißt es: Wegen der „Auswüchse in Bezug auf die Größe der sogenannten ,Planschbecken‘“ hätten die Stadt und der Stadtverband der Gartenvereine festgelegt, dass nur noch Planschbecken bis 1,50 Meter Durchmesser und einer Höhe von maximal 45 Zentimetern geduldet sind. Das ist richtig, allerdings stammt dieser Hinweis bereits von August 2011. Ebenso seien „große, mit seitlichem Fangzaun ausgestattete Trampolinanlagen nicht erlaubt und müssen entfernt werden“, schreibt der Vorsitzende. Nicht ohne zu warnen: „Ich bitte Euch die Anweisung der Stadt und des Stadtverbandes umzusetzen, da eine Kontrolle durch den Stadtverband angekündigt ist.“

Allerdings weiß die Stadt nichts von einem ausgesprochenen Trampolin-Verbot, so Stadtsprecher Udo Bullerdieck. Ebenso wenig die Vorsitzende des Stadtverbands der Gartenvereine, Edelgard Möller. „Wir favorisieren die Trampoline nicht“, sagt sie. Immer wieder gebe es Ärger mit den Nachbarn. „Aber ich will das nicht verdeubeln, wir waren auch mal Kinder.“ Lothar Pawlowski war für die Redaktion bislang nicht zu erreichen.

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