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Kletterzentrum würde weit über 20 Millionen Euro kosten

Gasometer in Hörde

Der Vorstand der Dortmunder Sektion des Alpenvereins ist optimistisch, dass das Kletterzentrum im Gasometer auf Phoenix-West realisiert wird. Allerdings geht es auch mit den Kosten hoch hinaus - deutlich über 20 Millionen Euro.

HÖRDE

, 26.10.2016
Kletterzentrum würde weit über 20 Millionen Euro kosten

Ein Kletterzentrum im Gasometer würde über 20 Millionen Euro kosten.

Nach Beschluss des Verwaltungsvorstands soll nun der Rat darüber beraten und entscheiden, ob die Planungen weitergehen und ob dafür notwendige Untersuchungen in Auftrag gegeben werden sollen. Ziel ist es zunächst, festzustellen, ob das Kletterzentrum tatsächlich realisierbar ist. Der denkmalgeschützte, 76,50 Meter hohe Hoesch-Gasometer steht seit 15 Jahren leer. Der Deutsche Alpenverein (DAV) möchte hier ein Kletterparadies für den Breiten- und Spitzensport bis hin zum Olympiastützpunkt etablieren. Klettern wird ab 2020 olympische Sportart.

Tribüne mit 2000 Plätzen

Nach den Plänen eines Dortmunder Architekturbüros soll für das eigentliche Kletterzentrum eine zweite, 20 Meter hohe „Dose“ mit Glasdach in den Gasometer gesetzt werden. Sie bietet unter anderem auch Raum für eine Tribüne mit 2000 Plätzen. In einem zweigeschossigen Anbau sollen die Dortmunder DAV-Geschäftsstelle, eine kleine Turnhalle, Gastronomie, eine Bibliothek und Lagerräume untergebracht werden.

Bislang wollte sich der Vorstand der Dortmunder DAV-Sektion nicht zu den Kosten äußern. Nur so viel: Es werde mehr kosten als die fünf Millionen Euro, die für einen herkömmlichen Kletterneubau zu kalkulieren wären. Am Montag teilte die Verwaltung nun mit, dass die reinen Baukosten nach ersten Prognosen für den Baukörper innerhalb des Gasometers auf 11,3 Millionen Euro geschätzt werden.

Für die Sanierung der Außenhülle des Gasometers, für Instandsetzungs- und Sicherungsarbeiten sowie Materialentsorgung kommen noch einmal rund 9,9 Millionen Euro hinzu. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch immer nicht erreicht: Weitere Kosten verursachen der Grunderwerb von NRW.Urban, die Herstellung des Außenbereichs, Gutachten und Planung, die mögliche Beseitigung von Bombenblindgängern sowie die gegebenenfalls erforderliche Verlegung einer DEW-Trafostation und eine eventuelle öffentliche Aussichtsplattform. Diese Kosten könnten noch nicht beziffert werden, so die Stadt.

Machbarkeitsstudie

Der DAV will sich finanziell beteiligen. Doch für den Löwenanteil will die Stadt Landesmittel beantragen im Rahmen der Stadterneuerungsstrategie in Hörde. Mit einer Machbarkeitsstudie wurde bereits untersucht, dass statische, klimatische, akustische, denkmalrechtliche und nutzungsbezogene Probleme der Projektidee nicht im Wege stehen.

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