Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Klimaerwärmung: Noch mehr Unwetter als gedacht

Washington (dpa) Die Klimaerwärmung bringt einer Studie zufolge zunehmend heftige Regenfälle mit sich - und zwar häufiger und stärker, als bisherige Berechnungen vorhersagen.

Klimaerwärmung: Noch mehr Unwetter als gedacht

Die Klimaerwärmung soll noch heftigere Regenfälle mit sich bringen als bislang berechnet.

Der Treibhauseffekt könnte daher schwerwiegendere Konsequenzen auf den weltweiten Wasserzyklus haben als bislang gedacht, berichten die Wissenschaftler um Richard Allan von der Universität Berkshire im US-Fachjournal «Science» (online vorab veröffentlicht). Dies erhöhe nicht nur die Gefahr von Überflutungen, sondern könne auch beträchtliche soziale und wirtschaftliche Folgen haben.

Die Forscher nutzten Satellitenaufzeichnungen aus 20 Jahren sowie Simulationsmodelle, um am Klimaphänomen El Niño das Verhältnis zwischen tropischen Regenfällen auf der einen Seite sowie geänderter Oberflächentemperatur der Erde und Feuchtigkeit in der Atmosphäre auf der anderen Seite zu untersuchen. Dabei sei erstmals auf der Basis von Beobachtungen eine direkte Verbindung zwischen wärmerem Klima und zunehmenden extremen Niederschlägen nachgewiesen worden.

Die Aufzeichnungen zeigten einen wesentlich höheren Anteil heftiger Regenstürme als von den Modellen errechnet. Daher sei auch in Zukunft mit heftigeren Güssen als bislang erwartet zu rechnen. Generell müssen sich regenreiche Gebiete auf mehr, trockene Regionen auf weniger Regen einstellen.

«Eine wärmere Atmosphäre enthält größere Mengen an Feuchtigkeit, die die Intensität von schweren Regengüssen erhöht», erklärte Co- Studienautor Brian Soden. Wärmeres Wetter lässt das Wasser der Ozeane sowie auf der Erde in höherem Maße verdampfen, wodurch es zu stärkerer Wolkenbildung und damit zu mehr Regen und Schnee kommt.

Erst im Juli hatten niederländische Forscher berichtet, dass mit örtlichen Wolkenbrüchen doppelt so häufig zu rechnen sei wie nach bisherigen Prognosen. Geert Lenderink und Erik van Meijgaard vom Königlichen Niederländischen Meteorologischen Institut (KNMI) in De Bilt hatten Daten aus einem ganzen Jahrhundert analysiert. Zuvor sei davon ausgegangen worden, dass extreme Niederschläge durch die Klimaerwärmung um sieben Prozent pro Grad Celsius zunähmen, berichteten sie im britischen Fachblatt «Nature Geoscience» (online vorab veröffentlicht).

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Petunien in orange: Verbotene Gentechnik aus Deutschland?

Düsseldorf (dpa) Orangefarbene Petunien - da stimmt etwas nicht. Die unübliche Färbung der Blumen fällt in Finnland auf. Schnell kommt heraus, dass Gentechnik im Spiel ist. Und dass die Pflanzen aus Nordrhein-Westfalen geliefert wurden.mehr...

Wissenschaft

Goldene Acht ist "Schmetterling des Jahres 2017"

Berlin (dpa) Schmetterling des Jahres 2017" ist die Goldene Acht. Damit solle auf die Gefährdung des Falters aufmerksam gemacht werden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin mit.mehr...

Wissenschaft

Siliziumkugel soll Kilogramm neu definieren

Braunschweig (dpa) Runder und glatter geht es kaum noch: Die silbrig schimmernde Kugel ist so perfekt, dass sie nirgends mehr als rund 50 millionstel Millimeter (Nanometer) von der idealen Form abweicht.mehr...

Wissenschaft

Weibliche Goldhamster in freier Natur tagaktiv

London (dpa) Goldhamster gelten als nachtaktive Tiere und bringen manchen Haustierfreund um den Schlaf. In freier Natur sind Goldhamster-Weibchen jedoch überraschenderweise tagaktiv, wie Forscher nun herausgefunden haben.mehr...

Wissenschaft

Klimawandel macht es Kuckuckskindern schwer

Hilpoltstein (dpa) Der Klimawandel macht es Kuckuckskindern nach Einschätzung von Vogelschützern zunehmend schwer: Im Unterschied zu anderen Zugvogelarten kehre der Kuckuck trotz der globalen Erwärmung weiterhin erst Mitte April aus Afrika zurück.mehr...