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Klinsmann schreibt Toni noch nicht ab - Poldi heiß

München (dpa) Der Countdown läuft - bei der Generalprobe gegen Inter Mailand kann Jürgen Klinsmann letztmals ohne großen Druck für seinen bevorstehenden ersten Ernstfall als Bayern-Trainer testen.

Klinsmann schreibt Toni noch nicht ab - Poldi heiß

Jürgen Klinsmann will den verletzten Stürmer Toni wieder auf dem Platz sehen.

Die Partie um den «Franz-Beckenbauer-Pokal» in der Münchner Allianz Arena gegen seinen Ex-Verein bezeichnete der ehemalige Bundestrainer als «Knaller», doch absoluten Vorrang genießt der Saison-Auftakt. «Mit dem DFB-Pokalspiel am Sonntag in Erfurt geht es dann los, Ergebnisse einzufahren», sagte Klinsmann mit Blick auf das Erstrundenspiel des deutschen Fußball-Meisters und Pokalsiegers beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt.

«Das wird keine einfache Aufgabe», warnte Klinsmann eindringlich vor einem bösen Erwachen im DFB-Pokal. Darum hat der 44-Jährige auch Weltmeister Luca Toni noch nicht für sein erstes Pflichtspiel als Bayern-Coach abgeschrieben. Der Italiener hat seinen Muskelfaserriss in der Wade auskuriert und soll an diesem Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Womöglich gehört der Italiener schon in Erfurt wieder zum Aufgebot, was Manager Uli Hoeneß am Wochenende noch ausgeschlossen hatte. Klinsmann will dagegen die Entwicklung der nächsten Tage abwarten: «Ich möchte sehen, wie Luca drauf ist. Wir sind happy, dass er wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Er genießt bei uns eine hohe Wertschätzung.»

Den Ehrgeiz und Genesungsprozess von Toni dürfte auch Lukas Podolski beschleunigen, der vehement in die Startelf drängt. Der Nationalspieler, der zuletzt mit zwei Toren beim 4:2-Sieg im Test bei den Urawa Red Diamonds in Japan Werbung in eigener Sache machte, darf sich auch gegen Inter beweisen und richtete schon einmal eine Kampfansage an die Angriffs-Konkurrenten Toni und Miroslav Klose: «Ich bin stark genug, um mir einen Stammplatz zu erkämpfen.»

Podolski demonstriert nach der auch persönlich erfolgreichen EM, bei der er mit drei Treffern bester deutscher Torschütze war, ein im Bayern-Trikot bislang noch nicht erlebtes Selbstbewusstsein. Dass er in Erfurt zur Startelf gehört, «davon gehe ich aus», sagte der 23-Jährige forsch. Und auf die - vorerst gescheiterten - Bemühungen der Bayern-Verantwortlichen um Nationalstürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart reagiert Podolski inzwischen nicht mehr beleidigt, sondern angriffslustig: «Sollen sie ruhig machen. Ich werde um meinen Platz kämpfen.»

Kurz vor dem Saisonstart ist der Champions-League-Konkurrent Inter Mailand für alle Bayern-Akteure ein namhafter Gradmesser, um sich für einen Platz im Klinsmann-Team zu empfehlen. «Wir wollen sehen, wie die Spieler individuell drauf sind und wie sie sich taktisch gegen eine gut geschulte italienische Mannschaft verhalten», äußerte Klinsmann vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club. «Inter Mailand hat einen Platz in meinem Herzen», betonte der 44-Jährige, der trotz des Ausfalls von Franck Ribéry zum Saisonstart Optimismus ausstrahlt: «Sorgen haben wir keine. Es läuft alles nach Plan.»

Das Interesse am Spiel gegen Inter ist groß, fast 60 000 Karten setzte der FC Bayern bis Montag im Vorverkauf ab. Klinsmanns Trainer- Kollege José Mourinho muss allerdings auf etliche Asse wie Zlatan Ibrahimovic, Walter Samuel, Ivan Cordoba und Cristian Chivu verzichten. «Inter ist ein guter Gegner, ein guter Name, aber ob wir gewinnen oder verlieren, ist nicht ganz so wichtig», sagte Podolski: «Auf Ergebnis zu spielen ist erst wichtig am Sonntag in Erfurt.»

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