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Klöckner gegen zu „romantisches Bild“ von Landwirtschaft

Berlin. Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat angesichts heftiger Auseinandersetzungen um die Ausrichtung der Landwirtschaft für realistischere Vorstellungen geworben.

Klöckner gegen zu „romantisches Bild“ von Landwirtschaft

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. Foto: Michael Kappeler

„Das Bild von der Landwirtschaft ist oft allzu romantisch“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei erstaunt, welcher Eindruck auch in manchen Schulbüchern vermittelt werde. „Moderne, digitalisierte Landwirtschaft ist nichts Unanständiges, sondern im Gegenteil sogar tierwohlgerechter und hygienischer, zum Beispiel in modernen Kuhställen mit computergesteuerten Melkanlagen.“

Klöckner betonte: „Wir müssen in der Debatte um die Landwirtschaft versöhnen und ideologisch abrüsten. Die Verbraucher sitzen mit der Landwirtschaft in einem Boot - und umgekehrt übrigens auch.“ Die Agrarproduktion sei heute viel moderner als das Bild, das viele von ihr hätten. „Wenn sie nicht modern wäre, dann gäbe es in der Fläche heute keine Landwirte mehr.“

Die Ministerin kritisierte: „Mich ärgert, dass der ländliche Raum allzu häufig nur als Rückzugsort für Städter am Wochenende betrachtet wird. Oder als Kompensationsraum für Industrieproduktion in den Ballungszentren.“ Gebraucht werde ein Verständnis dafür, dass der ländliche Raum das „Kraftzentrum in Deutschland“ sei. Drei Viertel der Beschäftigten arbeiten dort bei kleinen und mittelständischen Betrieben.

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