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Knatsch in Düsseldorf - Intendant beklagt Sparkurs

Düsseldorf (dpa) Kaum ein Jahr ist der Schwede Staffan Valdemar Holm Intendant am Düsseldorfer Schauspielhaus, doch schon gibt es Streit - wegen einer massiven Etatkürzung. Die schuldenfreie Landeshauptstadt verordnete dem Theater für die kommende Spielzeit 2012/13 einen rigiden Sparkurs.

Knatsch in Düsseldorf - Intendant beklagt Sparkurs

Der schwedische Theaterregisseur Staffan Valdemar Holm beklagt Etatkürzungen. Foto: David Ebener

Insgesamt müsse Holm 780 000 Euro einsparen, sagte Sprecherin Petra Serwe am Montag. Eine seit der Intendanz von Vorgängerin Amélie Niermeyer gewährte Sonderzahlung von 350 000 Euro sei gestrichen worden. Überraschend kam zudem der Beschluss, dass das Schauspielhaus die Tariferhöhungen in Höhe von rund 430 000 Euro für die rund 370 Mitarbeiter selbst schultern muss.

«Das war eine sehr große Enttäuschung», sagte Holm der «Rheinischen Post» (Montag). Als er seinen Vertrag unterschrieben habe, habe er nicht damit gerechnet, dass er nach zwei Jahren strukturelle wie substanzielle Kürzungen hinnehmen müsse. «Hätte ich das gewusst, hätte ich meinen Vertrag nicht unterschrieben», sagte Holm. Aufgeben wolle er aber nicht, betonte er.

Auch die Auslastung von nur 68 Prozent in der ersten Spielzeit unter Holm wird kritisiert. Im Jungen Schauspielhaus liegt sie sogar unter 60 Prozent. Er stehe in Düsseldorf erst am Anfang und sei gut angekommen, sagte Holm. Seine Hauptanstrengung werde sein, mehr Publikum anzulocken, und zwar mit Qualität, Standard und Entwicklung. «Wenn es nur um Auslastung geht, muss man einen anderen dummen Schweden anrufen.»

Pressemitteilung zum Spielplan

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