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Köln besiegt Angstgegner Hannover 2:1

Köln (dpa) Der 1. FC Köln hat seine lange Negativserie gegen Hannover 96 beendet und den Vormarsch in der Bundesliga fortgesetzt. Nach zuletzt vier Niederlagen hintereinander gegen die Niedersachsen feierte der Bundesliga-Aufsteiger einen allerdings glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg.

Köln besiegt Angstgegner Hannover 2:1

Kölns Nemanja Vucicevic (l) und Hannovers Torschütze Jan Schlaudraff versuchen an den Ball zu kommen.

Der 1. FC schaffte damit zumindest vorübergehend den erhofften Sprung auf Tabellenrang sechs. Vor 47 000 Zuschauern erzielten Pedro Geromel (43. Minute) und Wilfried Sanou (72.) die Tore für den FC, der damit seinen ersten Erfolg über «96» seit fast genau 20 Jahren feierte. Jan Schlaudraff (15.) hatte die Gäste in Führung gebracht, die wegen ihrer anhaltenden Auswärtsschwäche (nur 1 Punkt) weiter in der Gefahrenzone stecken. Neben den Punkten verloren sie auch noch Jiri Stajner durch die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit (90.).

«Im Spiel war es ganz, ganz schwierig, aber wir sind über die Standardsituationen wieder ins Spiel und letztlich zum Sieg gekommen», sagte FC-Coach Christoph Daum und lobte sein Team dafür. Dagegen waren die Hannoveraner maßlos enttäuscht und haderten mit dem Schiedsrichter. «Fakt ist, dass Herr Sippel das Spiel heute nicht im Griff hatte. Er hat mit seinen Entscheidungen Hektik in die Partie gebracht, von der wir uns leider haben anstecken lassen», sagte 96-Profi Hanno Balitsch. Trainer Dieter Hecking schloss sich dieser Auffassung an, räumte aber ein, dass das umstrittene 1:1 korrekt war.

Mit der Sieger-Elf von Stuttgart, in die nur Nemanja Vucicevic für den verletzten Marvin Matip (Muskelfaserriss) aufrückte, wollten die Hausherren ihre Negativserie gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste wettmachen. Nach müdem Beginn bot sich Vucicevic (10.) die erste Torchance, doch Florian Fromlowitz parierte. Nach einer Kölner Ecke prüfte Kevin Pezzoni per Kopf den 96-Keeper (15.), der leitete sofort einen Konter über fünf Stationen ein, den Schlaudraff mit einem schönen Schlenzer aus 20 Metern zur überraschenden Führung abschloss. Es war erst der zweite Auswärtstreffer für die Niedersachsen, denen man das Fehlen von sieben bewährten Kräften bis dahin nicht anmerkte.

Im Gegenteil: Das auswärtsschwächste Team der Liga ließ die zu einfallslos agierenden Kölner kaum zur Entfaltung kommen und hätte durch Stajner (36.) fast erhöht, doch der Tscheche schoss nach Steven Cherundolos Flanke fast unbedrängt aus fünf Metern drüber. Erst kurz vor der Pause wachten die Rheinländer auf und kamen durch Geromels erstes Bundesliga-Tor zum glücklichen 1:1. Die Gäste-Proteste, der Ball sei nicht in vollem Umfang hinter der Linie gewesen - vergebens.

Nach dem Wiederanpfiff erspielten sich die Kölner ein Übergewicht, entwickelten aber zu wenig Torgefahr. Erst «Joker» Sanou sorgte mit einem von Mike Hanke unglücklich abgefälschten 18-Meter-Schuss zu seinem ersten Saisontreffer für Erlösung in Reihen des Daum-Teams. Die Gäste, für die Balitsch (56.) schon eine gute Kopfball- Gelegenheit ausgelassen hatte, wären durch Szabolcs Huszti fast zum Ausgleich gekommen, doch der Ungar traf per Freistoß nur die Latte (75.). Und ihnen blieb auch in der Schlussphase das Pech treu, als ein Handspiel von Pierre Womé nicht mit dem durchaus möglichen Elfmeterpfiff geahndet wurde.

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