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Köln plant Museumskomplex direkt neben dem Dom

Köln. Köln will das „Alleinstellungsmerkmal“ seiner  2000-jährige Geschichte durch einen Museumsneubau stärker herausstellen. Am 3. Mai soll der Stadtrat über den Bau direkt neben dem Dom abstimmen. Damit eröffne sich „eine einmalige Chance“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Donnerstag. Der Entwurf für den Bau sei „großartig“, der Standort denkbar attraktiv: Vergangenes Jahr hätten mehr als sechs Millionen Besucher in Köln übernachtet und wahrscheinlich alle den Dom angesehen.

Köln plant Museumskomplex direkt neben dem Dom

Ein Modell für den Museumsneubau neben dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg/Archiv

Die Stadt plant den Neubau für das Kölnische Stadtmuseum, das die Geschichte der Stadt seit dem Mittelalter zeigt. Unmittelbar neben dem vorgesehenen Standort befindet sich bereits das Römisch-Germanische Museum, das die Kölner Antike behandelt. So will die Stadt die gesamte 2000-jährige Geschichte in der Zusammenschau präsentieren. Das Projekt läuft unter dem etwas irreführenden Namen „Historische Mitte“.

Die Kosten würden auf 116 Millionen Euro veranschlagt, sagte Reker. Sie relativierten sich dadurch, dass das Römisch-Germanische Museum und das derzeitige Gebäude des Kölnischen Stadtmuseums sowieso saniert werden müssten. Dies würde 125 Millionen kosten, sagte Reker. Es sei also wahrscheinlich, dass die Sanierung „mehr Geld fressen würde“ als der Neubau. Fertig würde das Projekt wohl erst in zehn Jahren.

Der Komplex soll den Ausgangspunkt einer Kulturmeile bilden. Es folgen dann im Minutenabstand der ausgegrabene Statthalterpalast aus der Römerzeit, das im Bau befindliche Jüdische Museum, das Kunstmuseum Wallraf-Richartz, das mittelalterliche Tanzhaus Gürzenich und die Basilika St. Maria im Kapitol, eine der ältesten deutschen Kirchen.

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