Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Kölner Rocker-Prozess: Alle sechs Angeklagte verurteilt

Köln. Ein Mordkomplott war es nicht. Dennoch muss der frühere Anführer der Kölner Hells Angels für mehrere Jahre ins Gefängnis. Fünf weitere Angeklagte erhielten wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung Bewährungsstrafen.

Kölner Rocker-Prozess: Alle sechs Angeklagte verurteilt

Ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels. Foto: Fredrik von Erichsen/Illustration

Ein Mordkomplott stellten die Richter nicht fest - zahlreiche Gesetzesverstöße aber schon: Sechs Angeklagte im Kölner Hells-Angels-Prozess sind in Köln zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Der 33 Jahre alte ehemalige Anführer der Kölner Hells-Angels-Gruppe „C-Town“ soll für sechs Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Für das Landgericht stand nach 43 Verhandlungstagen fest, dass er Rädelsführer der kriminellen Vereinigung war. Ferner wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung sowie räuberischer Erpressung in einem minder schweren Fall verurteilt.

Die fünf Mitangeklagten im Alter von 23 bis 26 Jahren erhielten wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung Freiheitsstrafen zwischen 18 und 21 Monaten. Diese wurden allesamt zur Bewährung ausgesetzt.

Ursprünglich war dem 33-Jährigen auch versuchter Mord vorgeworfen worden. Bei einer Auseinandersetzung mit einem Brüderpaar um die Kontrolle des Drogenhandels in einer Kölner Hochhaussiedlung waren im Sommer 2015 Schüsse gefallen. Die Brüder wurden lebensgefährlich verletzt, ihre Mutter von einem Querschläger leicht. Ein Mordkomplott hatte es aber laut Gericht nicht gegeben.

Nach einer Verständigung unter den Prozessparteien hatten die Angeklagten im Oktober Geständnisse abgelegt - ein in Hells-Angels-Kreisen untypisches Verhalten. Das hob das Gericht ausdrücklich positiv hervor, vor allem mit Blick auf den 33-Jährigen. Er habe damit einen Schritt gemacht, der eine Rückkehr in eine Tätigkeit für die Hells Angels unmöglich mache.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

Schulbus kollidiert mit mehreren Autos: 19 verletzte Kinder

Dortmund. Auf dem Weg zum Schwimmunterricht verunglückt ein Schulbus mit 40 Kindern. Er kollidiert mit mehreren Autos und prallt gegen eine Hauswand. Die meisten Schüler im Bus haben noch Glück. Ein Kleinkind wird aber schwer verletzt.mehr...

Panorama

Tod eines Polizisten im Karneval: Verdächtiger frei

Köln. Ein Polizist stürzt mitten im Kölner Karnevalstreiben zwischen zwei Straßenbahnwagen und wird überrollt. Ein Verdächtiger, der ihn gestoßen haben soll, ist wieder auf freiem Fuß. Den Ermittlungen zufolge könnte es sich auch um einen Unfall gehandelt haben.mehr...

Panorama

Seniorin pocht vor BGH auf weibliche Anrede

Karlsruhe. Die Welt der Formulare ist männlich. Werden Frauen benachteiligt, wenn nur vom „Kunden“ oder „Kontoinhaber“ die Rede ist? Eine Sparkassen-Kundin findet das. Am 13. März will der BGH darüber entscheiden. Auf das Urteil darf man/frau gespannt sein.mehr...

Panorama

Bewertungsportal Jameda muss Daten einer Ärztin löschen

Karlsruhe. Eine Kölner Ärztin will raus aus dem Ärztebewertungsportal Jameda und siegt vor dem Bundesgerichtshof auf ganzer Linie. Ihr Profil muss entfernt werden - und Jameda sein Geschäftsmodell umkrempeln. Einen grundsätzlichen Löschanspruch für Ärzte gibt es jedoch weiter nicht.mehr...

Panorama

Berufsschüler sticht Ex-Freundin auf Schulflur nieder

Goslar. Der Start in die neue Schulwoche ist für Berufsschüler in Goslar zum Alptraum geworden: In einer Unterrichtspause stach ein junger Mann vor aller Augen auf seine Ex-Freundin ein. Die junge Frau musste mit einer Notoperation gerettet werden.mehr...