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Fußball: Bundesliga

Kölns nächste Pleite - 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC

Köln Der 1. FC Köln gewinnt auch bei seinem 13. Versuch in der Fußball-Bundesliga nicht. Dank eines Doppelpacks von Stürmer Vedad Ibisevic entführt Hertha BSC die drei Punkte aus der Domstadt. Auch der zweitjüngste Spieler in Kölns Bundesliga-Historie kann den erneuten Rückschlag nicht verhindern.

Kölns nächste Pleite - 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC

Sehrou Guirassy (r.) und der 1. FC Köln müssen in der Bundesliga den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Foto: dpa

Harmlos, hilflos und vielleicht bald auch hoffnungslos: Mit dem letzten Aufgebot stürzt der 1. FC Köln weiterhin ungebremst dem sechsten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Drei Tage nach der rauschenden Europa-League-Nacht gegen den FC Arsenal (1:0) verloren die personell arg geplagten und extrem verunsicherten Kölner im eigenen Stadion 0:2 (0:1) gegen Hertha BSC.

Elf Punkte Rückstand

Zwei Punkte und vier Tore nach 13 Spielen bedeuten Negativ-Rekorde in der 54-jährigen Bundesliga-Geschichte. Der Rückstand auf den rettenden 15. Platz beträgt schon elf Punkte, der Relegationsplatz ist neun Zähler entfernt. Angesichts von elf Ausfällen bot der FC in dem 16 Jahre alten Yann Aurel Bisseck sogar den zweitjüngsten Spieler der Bundesliga-Historie auf, er machte seine Sache ordentlich.

Hamburg Drei Tage nach dem Aus in der Europa League hat die TSG Hoffenheim beim Hamburger SV den nächsten herben Rückschlag einstecken müssen. Mit dem 0:3 (0:1) am Sonntag und weiterhin 20 Punkten verpasste es das Team von Julian Nagelsmann, den direkten Anschluss an die Top-Vier der Fußball-Bundesliga zu halten.mehr...

Die Hertha, die im Gegensatz zu Köln vor dem letzten Europa-League-Spieltag keine Chance mehr aufs Weiterkommen hat und im Pokal gegen den FC ausschied, hat sich als Elfter dagegen etwas Luft nach unten verschafft. Kapitän und Torjäger Vedad Ibisevic erzielte beide Tore (16./64., Foulelfmeter).

Druck enorm angewachsen

Der Druck auf den FC war schon vor dem Spiel durch die Siege von Freiburg gegen Mainz (2:1) und Hamburg gegen Hoffenheim (3:0) noch einmal enorm angewachsen.

Die große Personalnot, vor allem in der Abwehr, hatte beim FC für das überraschende Debüt Bissecks gesorgt. Jünger als das Kölner Eigengewächs, das am Mittwoch seinen 17. Geburtstag feiert, war beim Debüt nur der Dortmunder Nuri Sahin (16 Jahre und 335 Tage). Als Kölner Rekordspieler löste Bisseck kurioserweise Hertha-Profi Mitchell Weiser ab. „Ich habe ihm erst kurz vor 16 Uhr Bescheid gegeben, damit er nicht zu viel darüber nachdenken muss“, sagte FC-Trainer Peter Stöger vor dem Anpfiff bei „Sky“. In Nikolas Nartey feierte zudem ein 17-Jähriger sein Bundesliga-Debüt bei den Rheinländern.

Führung wie aus dem Nichts

Trotz der erdrückenden Ausgangsposition und der personellen Lage nahmen die Kölner vor 47.800 Zuschauern im diesmal nicht ausverkauften RheinEnergieStadion ihr Herz in die Hand und spielten zunächst couragiert nach vorne. Die Hertha brauchte lange, um ins Spiel zu finden. Trainer Pal Dardai sprang schon in der Anfangsphase mehrmals wutentbrannt auf und versuchte, korrigierend einzugreifen. Wie aus dem Nichts kamen die Gäste dann zur Führung: Torhüter Timo Horn, bisher beständigster Kölner in dieser Saison, ließ einen harmlosen Kopfball von Davie Selke aus den Fingern rutschen, Ibisevic nahm das Geschenk eiskalt an.

MÖNCHENGLADBACH Ausgerechnet in seiner Heimat ist die Erfolgsserie von Trainer Jupp Heynckes mit dem FC Bayern München gerissen. Der Spitzenreiter unterlag am Samstag im Topspiel der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (0:2) und musste nach neun Pflichtspielsiegen mit dem 72 Jahre alten Coach eine bittere Niederlage verkraften.mehr...

Auf den Rängen herrschte für einige Minuten regelrechte Schockstarre. Und auch bei den Kölner Spielern hinterließ der erneute Nackenschlag Spuren. Die Köpfe sanken, die Verunsicherung war bis auf die Tribüne zu spüren, vom Elan der Anfangs-Viertelstunde war nichts mehr zu sehen. Die Hertha überzeugte weiter nicht, gewann aber nun an Sicherheit und hatte das sehr mäßige Spiel weitgehend im Griff.

Pfiffe gegen Lemann

Ein Elfmeter hätte dem FC aus der Lethargie helfen können, als Hertha-Verteidiger Karim Rekik der Ball bei einem Schuss von Sehrou Guirassy an die Hand prallte (49.). Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus befragte in ihrem dritten Bundesliga-Spiel Video-Assistent Guido Winkmann, sah sich die Szene selbst noch einmal in der Review Area an und gab den Strafstoß nicht. Keine Zweifel gab es nach dem Foul von Kölns Kapitän Matthias Lehmann an Selke, Ibisevic ließ Horn beim Elfmeter keine Chance. Für Lehmann gab es bei seiner Auswechslung Pfiffe.

Von dpa

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