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König ändert Statuten für Literatur-Nobelpreisgremium

Stockholm. Eine Affäre um Belästigung, Korruption und Verrat von Geheimnissen hat Folgen. Wie das schwedische Königshaus mitteilte, sollen nun die jahrhundertealten Statuten des Literaturnobelpreis-Gremiums geändert und Rücktritte von Mitgliedern möglich gemacht werden.

König ändert Statuten für Literatur-Nobelpreisgremium

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf greift durch. Foto: Guillaume Horcajuelo

Im Skandal um die Schwedische Akademie ändert König Carl XVI. Gustaf nun die jahrhundertealten Statuten des Literaturnobelpreis-Gremiums. Regeln zum Austritt aus der Akademie würden ergänzt, teilte das Königshaus am Mittwoch mit.

Bisher waren die Sitze in der Jury für den Literaturnobelpreis auf Lebenszeit vergeben worden und ein Rücktritt unmöglich. Obwohl mehrere Mitglieder zuletzt angekündigt hatten, aus Protest gegen den Umgang mit einem Skandal nicht mehr an Sitzungen teilzunehmen, konnten ihre Sitze nicht nachbesetzt werden.

Hintergrund ist eine Affäre um Belästigung, Korruption und Verrat von Geheimnissen. Drei Mitglieder hatten ihre Arbeit niedergelegt, weil die Akademie daraus keine ausreichenden, auch personelle Konsequenzen zog. In Folge trat auch die Ständige Sekretärin Sara Danius zurück. Sie richte sich damit nach dem Willen der Akademie, erklärte sie.

Derzeit sei die Zahl der inaktiven Mitglieder so groß, „dass das ernsthaft die Fähigkeiten der Akademie gefährdet, ihre wichtigen Aufgaben zu erfüllen“, erklärte das Königshaus am Mittwoch. Unter anderem sei der nötige Wiederaufbau der Akademie behindert. Künftig sollten nicht nur die Sitze von zurückgetretenen Mitgliedern neu besetzt werden, sondern auch die von Mitgliedern, die zwei Jahre lang nicht aktiv mitgearbeitet haben.

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