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Kombinierer Rießle gelingt in Klingenthal alles

Klingenthal. Fabian Rießle erlebt in Klingenthal den perfekten Tag eines Kombinierers: Sprung- und Tagessieg. Damit bringt er sich in eine gute Ausgangsposition für die letzten drei Wettbewerbe der Saison.

Kombinierer Rießle gelingt in Klingenthal alles

Fabian Rießle beim Springen in Klingenthal. Foto: Hendrik Schmidt

Alles neu für Fabian Rießle: Erstmals ein Springen gewonnen, erstmals zwei Weltcup-Siege am Stück, und zum ersten Mal hat er die Chance, als Weltcup-Gesamtzweiter bester deutscher Nordischer Kombinierer in einer Saison zu werden.

Mit seinem Erfolg in Klingenthal erfüllten sich für den Schwarzwälder gleich mehrere heimliche Wünsche. Vor allem die Souveränität, mit der er den Finnen Eero Hirvonen und Weltcup-Spitzenreiter Akito Watabe beherrschte, erstaunte. Zudem rückte die DSV-Mannschaft bis auf 59 Punkte an die im Nationencup führenden Norweger heran.

„Ich war wirklich ziemlich aufgeregt. Es war ja das erste Mal, dass ich nach dem Springen geführt habe. Ich wusste, ich muss mein eigenes Tempo laufen. Das Ziel war, dass ich hohes Tempo gehe, damit die anderen gar nicht erst rankommen. Das hat auch ganz gut geklappt“, sagte Rießle, der bereits am Mittwoch in Trondheim erfolgreich war.

Besonders überraschte sein Sieg auf der Schanze, der ihm bereits einen satten Vorsprung von 21 Sekunden auf Watabe brachte. „Fabian hat sich im Springen enorm stabilisiert. Und heute passte alles. Es hätte sogar noch etwas weiter gehen können“, sagte Sprungtrainer Ronny Ackermann. Und Bundestrainer Hermann Weinbuch ergänzte: „So ganz von ungefähr kommt der Sprungsieg nicht. Er hat schon manchmal im Training einen rausgelassen. Und da war klar, dass es auch im Wettkampf früher oder später klappen muss.“

Rießle selbst ordnete den Sprung ganz weit vorn ein: „Das war ganz nahe an dem, was man sich von einem perfekten Sprung vorstellt. Und als dann alle unten waren und ich immer noch vorn war, war das ein überragendes Gefühl“, sagte der Team-Olympiasieger.

Rießle hat nun sogar die Chance auf Platz zwei im Gesamtweltcup. „Da mache ich mir keine Gedanken. Ich bin schon so oft mit einer sehr guten Ausgangsposition zu meinem echten Heimweltcup nach Schonach gekommen, aber es hat dort nie geklappt“, sagte er. „Aber es ist schon eine besondere Motivation, vielleicht bester Deutscher in der Gesamtwertung werden zu können.“

Ziemlich am Ende seiner  Kräfte war Einzel-Olympiasieger Eric Frenzel. „Der Kopf und das Herz wollten, aber die Beine nicht. Ich hatte massiv mit Krämpfen zu tun. Mehr war einfach nicht drin“, sagte er zu seinem vierten Platz. Eine Podestplatzierung vergab Johannes Rydzek durch einen Sturz in der letzten Abfahrt. „Man muss die Konzentration eben immer hochhalten. Das ist bei einer so langen Saison nicht immer möglich“, kommentierte Weinbuch das Missgeschick des Vierfach-Weltmeisters, der Sechster wurde.

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