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Kombinierer Rießle holt zweiten Saisonsieg

Trondheim. Eigentlich wollte Eric Frenzel weiter den Weltcup-Rekord von Hannu Manninen jagen. Doch diesmal wurde er disqualifiziert. Da musste eben ein anderer Deutscher einspringen. Fabian Rießle holte sich seinen zweiten Saison-Erfolg.

Kombinierer Rießle holt zweiten Saisonsieg

Holte sich im norwegischen Trondheim seinen zweiten Saisonsieg: Fabian Rießle Foto: Michael Kappeler

Fabian Rießle hat den Fauxpas des dreimaligen Olympiasiegers Eric Frenzel ausgebügelt und sich seinen zweiten Weltcup-Sieg in der Nordischen Kombination in diesem Winter gesichert.

Nachdem Vortagssieger und Favorit Frenzel wegen eines nicht regelkonformen Anzuges unmittelbar vor seinem Sprung disqualifiziert worden war, sprang der Schwarzwälder in die Bresche. Mit einer beeindruckenden Laufleistung und großem taktischen Repertoire gewann er vor dem Norweger Jarl Magnus Riiber und Eero Hirvonen aus Finnland. Durch den neunten Rang von Björn Kircheisen und Platz elf von Johannes Rydzek verkürzte sich der Rückstand des deutschen Teams in der Nationenwertung um weitere neun Punkte auf Norwegen. Vor den letzten vier Weltcups sind es aber immer noch 209 Zähler bis zu den Skandinaviern.

Team-Olympiasieger Rießle war nach seinem Coup sichtlich erleichtert. „Das war ein hartes Stück Arbeit, sagte der Olympia-Zweite von der Großschanze. Er schloss innerhalb von sechs Kilometern eine 58-Sekunden-Lücke zur Spitze. Danach begann das Taktieren. „Er war unendlich clever durch seine Erfahrung. Er kann sehr viel in die Waagschale werfen und hat damit die Konkurrenz zermürbt“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Als sein Antritt am letzten Berg nicht das gewünschte Ergebnis brachte und Riiber und Hirvonen nicht abgeschüttelt werden konnte, machte er es eben auf der Zielgeraden. „Er hat die Dynamik anzuziehen, wann er es für richtig hält“, betonte Weinbuch.

Erst zum zweiten Mal in seiner Karriere war Frenzel disqualifiziert worden. Zum ersten Mal, weil sein Sprunganzug zu weit war. „Er ist mit dem gleichen Anzug wie am Dienstag unterwegs gewesen. Nur der Kontrolleur war ein anderer. Es gibt verschiedene Messmethoden. Jedenfalls war diesmal der Anzug im Schritt drei Millimeter zu groß“, erklärte Weinbuch in der ARD. Bereits vor zwei Jahren durfte der Oberwiesenthaler einmal in Val di Fiemme nicht starten, weil er vergessen hatte, den Reißverschluss seines Sprunganzuges zu schließen.

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