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Kongo-Rebellen: Verhandlungen oder neuer Krieg

Nairobi/Goma (dpa) Der kongolesische Rebellengeneral Laurent Nkunda hat der Regierung in Kinshasa mit erneutem Krieg im Ostkongo gedroht, sollte es keine direkten Verhandlungen geben.

Kongo-Rebellen: Verhandlungen oder neuer Krieg

Mitglieder der Rebellen-Armee um Nkunda präsentieren ihre Waffen.

Nach einem Treffen mit dem UN-Sonderbotschafter Olusegun Obasanjo schlug er am Samstag in der von den Rebellen besetzten Stadt Jomba die kenianische Hauptstadt Nairobi als Verhandlungsort und Obasanjo als Vermittler vor. «Wenn es keine Verhandlungen gibt, ist Krieg», sagte er dem britischen Rundfunksender BBC. Vor zwei Wochen hatte es bereits eine Friedenskonferenz in Nairobi gegeben, an der die Rebellen jedoch nicht beteiligt waren.

Der nigerianische Ex-Präsident Obasanjo war am Freitag in Kinshasa zu Gesprächen mit Präsident Joseph Kabila eingetroffen und am Samstag in die Konfliktregion Nord-Kivu weiter gereist. Es ist seine zweite Kongo-Reise innerhalb von zwei Woche. Es sei «auf dem Weg zum Frieden vorwärtsgegangen», sagte er, ohne Einzelheiten über den Inhalt der Gespräche zu nennen. Obasanjo wurde auf der Reise von dem ehemaligen tansanischen Präsidenten Benjamin Mkapa als Vertreter der Afrikanischen Union (AU) begleitet.

Nkunda hatte Anfang November einen Waffenstillstand erklärt, der jedoch wiederholt gebrochen worden war. In der vergangenen Woche war es erneut zu Gefechten zwischen Nkundas Truppen und regierungstreuen Mai-Mai-Milizen gekommen.

In den vergangen Tagen flohen Tausende aus dem Ostkongo ins benachbarte Uganda. Nkundas Truppen hatten in der vergangenen Woche die Kontrolle über zwei Grenzstädte erlangt. Insgesamt sind nach UN- Schätzungen seit Ende August rund eine viertelmillion Menschen vor den Kämpfen im Ostkongo geflohen. Nkunda, der zur Volksgruppe der Tutsi gehört, wirft der Regierung Zusammenarbeit mit den Hutu-Milizen vor, die 1994 nach dem Völkermord im benachbarten Ruanda in den heutigen Kongo flohen.

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