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Kongress zur Erdwärme

Bochum "Energie für alle Fälle" ist das Motto der bedeutendsten europäischen Fachkonferenz rund um die Erdwärme, die gestern im RuhrCongress eröffnet wurde.

29.10.2007

"Unser Klima ist im Wandel nicht zuletzt deshalb, weil große Mengen Kohlendioxid das Gleichgewicht in der Erdatmosphäre beeinträchtigen. Seit Jahresbeginn wird intensiver als je zuvor hierüber diskutiert", betonte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz in ihrem Grußwort zum vierten Bochumer Geothermiekongress.

"Daher hat die Europäische Kommission Anfang 2007 vorgeschlagen, die Treibhausgas-Emmissionen bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren - zu reduzieren auch zum Beispiel durch Energieverbrauchssenkungen in Wohn- und Geschäftsgebäuden." Nach Auskunft von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz steht Geothermie immer, also unabhängig von der Tages- und Jahreszeit und auch vom Wetter zur Verfügung. Sie sei eine langfristig nutzbare Energiequelle. Mit den Vorräten, die inder Erdkruste gespeichert seien, könnte der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100000 Jahre gedeckt werden.

Mit den Fragen des Klimaschutzes befasste sich Regierungsvizepräsident Heiko M. Kosow in seinem Vortrag. Nordrhein-Westfalen habe bei den Anstrengungen zum Klimaschutz allein schon aufgrund seiner Größe und seiner Einwohnerzahl einen besonderen Stellenwert: Fast jede vierte Einwohner Deutschlands sei Nordrhein-Westfale.

Heiko M. Kosow: "Das Ruhrgebiet gehört zu den weltweit bedeutendsten Energieregionen. Rund 180000 Gigawattstunden Strom werden in Nordrhein-Westfalen im Jahr erzeugt, knapp 30 Prozent der Bruttostromerzeugung Deutschlands." Da Nordrhein-Westfalen mehr Strom produziere als verbrauche, sei es Energielieferant für andere Bundesländer.

Der Geothermiekongress wird durch die Messe GEOEnergia2007 ergänzt.

Volker Stemmann