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S04-Trainersuche geht weiter

Korb von Weinzierl erhöht Druck auf Heldt

GELSENKIRCHEN "Ich bin ein heimatverbundener Mensch", hat Markus Weinzierl vor einiger Zeit in einem Interview gesagt. Der 40-Jährige ist in Straubing geboren, hat in München gespielt und schreibt seit 2012 beim FC Augsburg an einem Fußballmärchen. Und diese Arbeit wird Weinzierl fortsetzen. Denn gestern sagte der Trainer dem FC Schalke 04 ab.

Korb von Weinzierl erhöht Druck auf Heldt

Markus Weinzierl hatte das Schalker Interesse geweckt, doch er bleibt Trainer beim FC Augsburg.

Schalke hatte ihn als Kandidaten für die Nachfolge Roberto Di Matteos im Auge (wir berichteten am Mittwoch). Der Korb von Weinzierl erhöht jetzt den Druck auf Schalke-Manager Horst Heldt, der damit seine Trainersuche fortsetzen muss. Namen von Kandidaten für dieses Amt will der Schalker Manager verständlicherweise nicht kommentieren. Er führe derzeit „Gespräche mit fachlich hervorragend geeigneten Trainern“, erklärte der 45-Jährige.

Problemfälle zu Leistungsträgern entwickeln 

Heldt hat nie einen Hehl daraus gemacht, wie sehr er die Arbeit von Weinzierl schätzt. Ihm wird die Fähigkeit zugeschrieben, Spieler nicht nur besser zu machen, sondern auch vermeintliche Problemfälle zu Leistungsträgern zu entwickeln. Bestes Beispiel ist der bullige und als launenhaft geltende Raul Bobadilla, der unter der Regie von Weinzierl in Augsburg eine bärenstarke Saison spielte und den Klub in die Europa League schoss.

Solch gute Arbeit weckt Begehrlichkeiten, denen Weinzierl mit seiner Vertragsverlängerung bis 2019 erst Anfang April ein klares Bekenntnis zum FCA entgegensetzte. Das soll auch der Grund dafür sein, dass Weinzierl Schalke nach zweiwöchigen Verhandlungen eine Absage erteilte. Das Angebot sei zu kurzfristig gekommen.

Teure Freistellung

Schalke hätte tief in die Tasche greifen müssen, um Weinzierl zu bekommen. Denn sein neuer Vertrag enthielt keine Ausstiegsklausel, sondern nur die mündliche Vereinbarung, dass Weinzierl bei einem Angebot eines Top-Vereins in Verhandlungen treten könne. Doch das wird nicht geschehen.

Im Interview mit dem TV-Sender Sport 1 hatte FCA-Boss Klaus Hofmann zuvor erklärt: „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass er bei uns bleibt. Er hat auch keine Bedenkzeit erbeten.“

Zeit des Nachdenkens bald vorbei

Die Zeit des Nachdenkens ist auch für Marc Wilmots bald vorbei. Spätestens am Wochenende nach dem EM-Qualifikationsspiel Belgiens in Wales wird seine Entscheidung erwartet, ob er für das Schalker Traineramt zur Verfügung steht. Holt sich Heldt dann den nächsten Korb? Ausschließen kann man in diesem Geschäft nichts. Schalke droht ohnehin langsam die Zeit davon zu laufen, weil neben dem Trainerposten auch noch viele andere Personalfragen ungeklärt sind.

GELSENKIRCHEN In der vergangenen Saison war für den FC Schalke 04 der DFB-Pokal nach der 2:3-Niederlage gegen Dynamo Dresden in der ersten Runde beendet. Dieses Jahr treffen die Königsblauen zum Start auf auf den Revier-Nachbarn aus Duisburg.mehr...

Offen ist auch, wann Atsuto Uchida wieder fit sein wird. Wegen anhaltender Patellasehnenprobleme hat sich der Japaner einer Operation in seiner Heimat unterzogen.

Schalker Klubführung alles andere als erfreut 

Darüber ist die Schalker Klubführung alles andere als erfreut – Manager Horst Heldt: „Wir waren davon überzeugt, dass es sinnvoller ist, die Verletzung konservativ zu behandeln. Aber der Spieler hat sich anders entschieden. Wir werden die ersten sechs Wochen Reha abwarten, die Uchida in Japan durchführen wird, und erwarten ihn dann in Deutschland zurück.“ Bis dahin sollte es Schalke gelungen sein, einen neuen Cheftrainer zu verpflichten. 

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