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Kosovo: Freiheit für mutmaßliche BND-Leute?

Pristina (dpa) Gegen drei im Kosovo festgenommene mutmaßliche Mitarbeiter des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) gibt es nach einem Fernsehbericht keine Beweise für die Verwicklung in den Bombenanschlag gegen das EU-Kosovo-Hauptquartier vor knapp zwei Wochen in Pristina.

Kosovo: Freiheit für mutmaßliche BND-Leute?

Festnahme eines mutmaßlichen BND-Mitarbeiters in Pristina am 22. November 2008.

Das berichtete das staatliche Kosovo-Fernsehen am Mittwochabend. Eine Expertise eines türkischen Labors habe weder an der Kleidung noch an der Ausrüstung der drei Männer Sprengstoffspuren nachweisen können. «Es gibt nur sehr wenig Chancen, genügend Beweise gegen die verdächtigen Deutschen zu finden», hieß es in dem Bericht.

Die mutmaßlichen Agenten könnten schon am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Ein Richterausschuss des Obersten Gerichts werde darüber am Donnerstag entscheiden, kündigte der Präsident des Bezirksgerichts von Pristina, Anton Lokaj, am Mittwochabend an. Die Verteidiger der Deutschen hatten aufgrund der negativen Ergebnisse des türkischen Labors noch am Mittwoch die Haftentlassung ihrer Mandanten beantragt. Auch Staatsanwalt Feti Tunuzliu räumte ein, dass die Laborergebnisse keine Beweise geliefert hatten. Jedoch setzte er sich bis zum Abschluss aller Untersuchungen für die Fortdauer der U-Haft ein.

Ursprünglich hatte es geheißen, die Kosovo-Behörden besäßen starke Beweise, die eine Verwicklung der Männer in den Bombenanschlag belegten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hätten sie damit den bevorstehenden Beginn der lange blockierten EU-Kosovo-Mission (EULEX) torpedieren wollen. Die Bundesregierung ist jedoch ein glühender Befürworter der EU-Mission. Ein Regierungssprecher hatte kategorisch ausgeschlossen, dass offizielle deutsche Stellen in terroristische Aktionen im Ausland verstrickt sein könnten.

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