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Krabbelnde Kuriositäten

MITTE Sie sind nahezu unsichtbar, haben messerscharfe Waffen oder knattern gar fürchterlich. Die Welt der Insekten ist manchmal beängstigend, oft faszinierend und zur Zeit in der Drehscheibe und dem City Point zu bestaunen.

von von Sebastian Ritscher

, 14.08.2008
Krabbelnde Kuriositäten

Die Riesenstabschrecke begutachtet den Entomologen Christian Schweizer. Center-Manager Christian Schönherr freut sich über den Anblick und die Ausstellung ?Exotische Schönheiten?.

"Das ist wirklich eine einzigartige Ausstellung", freut sich ECE Center-Manager Sascha Schönherr. Gestern startete "Exotische Schönheiten" und zu bewundern sind die Kuriositäten aus dem Tierreich bis Samstag, 30. August.

"Wir waren früher schon in Frankreich, Luxemburg und Österreich", erklärt Christian Schweizer, der mit seiner Firma expovivo die Ausstellung ins Leben gerufen hat. Angefangen hat alles 1992 in der Schweiz. Den Grundstock der heutigen Züchtung hat er in fernen Ländern selbst eingefangen.

Unterschiedliche Tiere

"Wir wollen Insekten zeigen, die man sonst nicht kennt oder sieht", so Schweizer und meint: "Bis auf Schaben regen wohl alle zum Staunen an." Stellenweise auch zum ekeln. Entweder mit weit aufgerissenen Augen vor den Glaskästen oder in Abwehrhaltung in sicherer Entfernung - die Reaktionen sind so unterschiedlich wie die Tiere.

Einer der krabbelnden Höhepunkte: die Riesensichelschrecke. Die ist nicht nur imposant, sondern auch laut wenn sie sich bedroht fühlt. Der Bedrohung aus dem Weg geht das wandelnde Blatt, das sich nahezu perfekt tarnt. Auffälliger ist die Riesenstabschrecke. Wie der Name verrät, ist sie riesig - und Rekordhalter. Sie steht im Guinness-Buch als längstes Insekt der Welt, so verkündet es die Info-Tafel neben der Vitrine. Mit dem Nashornkäfer und einigen Schmetterlingen sind weitere XXL-Insektenvertreter in der Ausstellung.

Nicht nur groß geht es zu, sondern auch bunt und hübsch. Und das alles mit einem tieferen Sinn. "Wir haben einen Naturschutzgedanken hinter der Ausstellung", erklärt der Entomologe (Insektenforscher) Schweizer. Und diesen Gedanken sollen die knapp 1000 ausgestellten Tiere vermitteln.

Ängste verfliegen

Außerdem werden Hemmungen abgebaut. Die ersten Berührungsängste seien schnell weg, würden die Tiere erstmal aus den Glaskästen geholt, beteuert Schweizer.

Täglich werden Führungen durch die Ausstellung angeboten. Treffpunkt ist um 17 Uhr vor ESPRIT.