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Krankentransport: Kasse zahlt nicht immer

Siegburg (dpa/tmn) Ein Krankentransport kann zum Streitfall mit der Versicherung werden. Denn nicht immer werden die Kosten von der Kasse übernommen. Vor allem im Ausland kann es Probleme geben, aber auch im Inland gibt es mehrere Ausschlusskriterien.

Krankentransport: Kasse zahlt nicht immer

Bei einem Krankentransport zahlt der Patient einen Eigenanteil von zehn Prozent beziehungsweise mindestens fünf und maximal zehn Euro. (Bild.dpa)

Grundsätzlich muss die Kasse den Transport im Inland zahlen, «wenn eine Krankenhauseinweisung vorliegt und der Patient dort auch aufgenommen und behandelt wird», sagte Klaus Gunder vom Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) im nordrhein-westfälischen Siegburg. Der Patient zahlt einen Eigenanteil von zehn Prozent beziehungsweise mindestens fünf und maximal zehn Euro - egal, ob er im Krankenwagen gefahren oder im Rettungshubschrauber geflogen wurde. Zahlen muss die Kasse auch, wenn ein Patient von den Sanitätern ins Krankenhaus gebracht, dort notfallversorgt und wieder nach Hause geschickt wird.

Anders sieht es jedoch aus, wenn der Transport ohne medizinische Notwendigkeit erfolgt ist oder der Kranke den gerufenen Notarztwagen wieder wegschickt. «Hierzu gibt es zwei Urteile des Bundessozialgerichts in Kassel, laut denen die Kassen die Kosten dann nicht erstatten müssen», erläuterte Gunder.

In einem der beiden Fälle hatte ein Angehöriger der Zeugen Jehovas vor einer Herzoperation aus religiösen Gründen die Annahme fremder Blutkonserven verweigert. Er war dann in ein Krankenhaus geflogen worden, das auch ohne Transfusion operierte. Die Kasse verweigerte die Zahlung für den Transport und bekam vor Gericht Recht (Az.: B 1 KR 11/07 R).

Ähnlich ist die Sachlage, wenn ein Patient aus Unzufriedenheit mit dem Krankenhaus in ein anderes verlegt werden will. «In diesem Fall muss nachgewiesen sein, dass im ersten Haus die richtige medizinische Versorgung nicht gewährleistet gewesen ist», so Gunder. Das sei aber nur sehr schwer nachweisbar, und in den seltensten Fällen komme der Patient damit durch. So müsse er dann für die Verlegung selbst in die Tasche greifen.

Für eine Auslandsreise sollten Versicherte zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung abschließen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen zum Beispiel springen in keinem Fall für einen Rücktransport nach Deutschland ein. Bei den privaten hängt es vom Fall und vom Vertrag ab.

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