Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Krimi zum Feierabend

BRACKEL Spätestens am letzten Wochenende hat auch am Brackeler Hellweg das Weihnachtsgeschäft begonnen. Abseits des Festrummels und der Jagd nach Geschenken lud die Buchhandlung Niehörster zur Weihnachtskrimi-Lesung mit der Autorin Mischa Bach (Foto) ein - in gemütlicher Runde.

von Von Philipp Piasetzki

, 05.12.2007

Dass Angelika Niehörster ein Gespür für junge, gute Buchautoren hat, hat die Inhaberin der gleichnamigen Buchhandlung am Brackeler Hellweg schon einmal bewiesen. Knapp vier Jahre ist es her, dass der Schriftsteller Jan Weiler zur Lesung zu Besuch war. Heute kennt man ihn als Bestseller-Autor von Werken wie "Maria, ihm schmeckt's nicht".

Nun hatte die Buchhandlung zur Weihnachtskrimi-Lesung mit Mischa Bach - Dr. Michaela Bach - eingeladen. Zwei Romane und eine Vielzahl von Kurzgeschichten hat die 41-jährige Autorin aus Essen bereits veröffentlicht. Ihr neues Werk "Stimmengewirr" steht seit knapp einem Jahr in den Regalen.

Viele Lesungen für Kinder

"Lesungen sind etwas Tolles. In der Vergangenheit haben wir viele für Kinder angeboten. Und gerade zur Weihnachtszeit, wenn's draußen kalt ist, haben sie ihren Reiz", schwärmt Angelika Niehörster. Kurios ist jedoch die Entstehungsgeschichte zur Weihnachtskrimi-Lesung: "Eines meiner Werke heißt 'Mord am Hellweg'", erklärt Mischa Bach. "Ich war sofort von der Idee begeistert, wirklich eine Krimi-Lesung an einem Hellweg zu machen", so die promovierte Filmwissenschaftlerin.

Zwar spiele ihre Geschichte in Bochum, doch "so weit weg ist es ja auch nicht". Also setzte sie sich mit Angelika Niehörster in Verbindung und schlug ihr die Lesung vor. Diese las ihr aktuelles Buch und war sofort begeistert. Und so unterhielt Mischa Bach ihre Besucher mit ausgewählten Krimi-Geschichten aus ihren Werken.

Sprachlich anspruchsvolle Texte überzeugten

Sie wusste mit der Erfahrung aus rund 60 Lesungen mit starker Stimme, gekonnter Betonung und spannenden sowie sprachlich anspruchsvollen Texten zu überzeugen. Auch Zuhörerin Brigitte Fiets aus Brackel war begeistert. Zwar kannte sie Mischa Bach vorher noch nicht, doch ihre Neugier auf die Lesung hatte sie nicht enttäuscht.

So wie einst bei Jan Weiler. "Er kam damals noch ein zweites Mal zu uns, weil er es versprochen hatte", erzählt Angelika Niehörster. So groß sei der Andrang gewesen, dass man die Lesung in die Bibliothek verlegen musste.

Und wer weiß, vielleicht wird sich die Buchhändlerin bald noch einmal darüber freuen, mit Mischa Bach eine kommende Größe zu Gast gehabt zu haben. Ihr Publikum konnte die Essener Autorin in jedem Fall begeistern.