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Krise der US-Autoindustrie: Druck auf Politik

New York (dpa) In der immer dramatischeren Krise der US-Autobauer laufen die politischen Bemühungen zur Rettung der Hersteller auf Hochtouren. Der künftige US-Präsident Barack Obama kündigte seine umfassende Unterstützung noch vor der Amtsübernahme im Januar an.

Krise der US-Autoindustrie: Druck auf Politik

Cadillac Escalades stehen bei einem GM-Händler. General Motors steuert immer tiefer in die Krise (Archivbild).

Der am schwersten getroffene Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) warnte, ohne staatliche Hilfe drohe bis Mitte nächsten Jahres die Pleite. Obama sagte in seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl, er habe mögliche Hilfen der Politik für die US-Autoindustrie zur hohen Priorität seines Übergangsteams gemacht. «Ich habe mein Team gebeten herauszufinden, was wir unter den bestehenden Gesetzen tun können, und ob zusätzliche Gesetze nötig sind», sagte Obama am Freitag. Die Autobranche sei «das Rückgrat der amerikanischen Industrie».

Die Branche selbst forderte gerade von Washington laut Berichten weitere Unterstützung in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar (39 Mrd Euro). Die amtierende Bush-Regierung lehnt bisher neue Hilfen ab.

«In den letzten ein, zwei Monaten haben sich die Dinge nochmals deutlich verschlechtert», sagte GM-Chef Rick Wagoner am Freitag in einer Telefonkonferenz. Allein im dritten Quartal verbrannte GM rund sieben Milliarden Dollar seiner Kapitalreserven. Bei Ford waren es sogar 7,7 Milliarden Dollar. Der zweitgrößte US-Autobauer besitzt aber noch etwas mehr Reserven als Branchenprimus GM.

In der Vergangenheit retteten sich viele US-Konzerne wie etwa Fluggesellschaften durch eine Insolvenz mit Gläubigerschutz nach amerikanischem Recht. Auf diese Weise können sich notleidende Firmen sanieren und viel Ballast abwerfen. Für GM sei dies aber kein Weg, sagte GM-Chef Rick Wagoner. «Unter solchen Umständen lassen sich an die Kunden keine Autos mehr verkaufen», sagte er.

GM und Ford hatten am Freitag neue Milliardenverluste für das dritte Quartal bekanntgegeben. Ihr Absatz ist massiv eingebrochen. Auch im Europa-Geschäft rund um die Hauptmarke Opel schrieb GM rote Zahlen. Ford erzielte in Europa nur noch einen kleinen operativen Gewinn.

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