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Psychologisch wichtige Marke

Krisensorgen: Dax erstmals seit Januar unter 6000 Punkte

Frankfurt/Main Achterbahnfahrt am Aktienmarkt: Die Euro-Schuldenkrise und Sorgen um die Weltkonjunktur haben den Dax erstmals seit fünf Monaten wieder unter 6000 Punkten gedrückt.

Krisensorgen: Dax erstmals seit Januar unter 6000 Punkte

Wegen der anhaltenden Sorgen über die Entwicklung in Europa ist der Dax weiter eingebrochen. Foto: Frank Rumpenhorst

Der deutsche Leitindex verlor am Montag in den ersten Handelsminuten 1,4 Prozent auf 5965,87 Punkte. Bis zum Mittag machte er einen Teil der Verluste wieder wett. Zuletzt hatte des Dax am 9. Januar unter der psychologisch wichtigen Marke notiert.

"Zu den Sorgen um die Euro-Zone - im Besonderen Spanien und sein angeschlagener Bankensektor - kommen nun auch zunehmend Sorgen um das Weltwirtschaftswachstum", sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Die US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag waren schwächer als erwartet ausgefallen. In China hat sich zudem das Wachstum im Dienstleistungssektor im Mai weiter verlangsamt.

Die Bundesregierung sieht trotz der Talfahrt an den Börsen keine Eskalation in der Schuldenkrise. Seit 2008 seien der Euro und die Aktienkurse mehrfach mal rauf und mal runter gegangen, sagte der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Martin Kotthaus, am Montag in Berlin. Es habe regelmäßig wellenförmige Entwicklungen gegeben. "Jetzt warten wir erst einmal ab, was die nächsten Tage und Wochen bringen."Kehrtwende für Leitindex

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schaffte bis zum Mittag dagegen die Kehrtwende und gewann zuletzt etwa ein halbes Prozent hinzu. Abgesehen von den zum Teil deutlichen Kursgewinnen bei Finanzwerten verwiesen Marktteilnehmer noch auf eine leichte Entspannung beim Euro, die zusammen für eine gewisse Unterstützung sorgten. In Paris konnte sich der Cac 40 ebenfalls ins Plus vorarbeiten. In London blieb die Börse zum Wochenstart wegen eines Feiertags geschlossen.

Der Euro legte wieder leicht zu, nachdem er am Freitag noch kräftig unter Druck geraten war.

Kräftige Kursverluste musste die Börse in Tokio hinnehmen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 1,71 Prozent auf 8295,63 Punkte. Der breit gefasste Topix büßte gar 1,89 Prozent ein und schloss auf dem tiefsten Stand seit mehr als 28 Jahren. Auch andere asiatische Aktienmärkte starteten mit kräftigem Verkaufsdruck in die neue Woche.Schwache Absatzzahlen

Schwache US-Absatzzahlen vom Freitag belasteten zudem den Autosektor. Die Vorzugsaktien von Volkswagen zeitweise an das Dax-Ende. Auch BMW, Daimler und Porsche bestätigten mit schwachen Kursen den europaweit besonders negativen Trend des Sektors.

Auch die Ölpreise setzten am Montag angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten ihre Talfahrt fort. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 96,00 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2011. Das waren 2,42 US-Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 1,68 Dollar auf 81,54 Dollar.

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