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Künstler öffneten ihre Ateliers für "Neugierige"

WITTEN Zum zweiten Mal öffneten Wittener Künstler ihre Ateliers, koordiniert und auffindbar gemacht von Künstlerbund und Kulturbüro. In der Tat arbeiten viele Künstler eher im Verborgenen, sind ihre entlegenen Wirkungsstätten den Wittener Bürgern zumeist unbekannt.

von Von Martin Schreckenschläger

, 31.08.2008
Künstler öffneten ihre Ateliers für "Neugierige"

<p>Margarete Link ist gelernte Herrgottschnitzerin.

Das Atelier von Ulrich Wirger etwa, am Marderweg in Rüdinghausen ein Besiedlungsendpunkt am Ackerrain, wird dort niemand vermuten. Dennoch sprudeln 120 Werke aus Wohnhaus und Gartenatelier vital hervor, stilistischem Wechsel im Takt weniger Wochen unterlegen. Mit Kollegin Katja Biehl-Höner arbeitet der Kunsttherapeut vom Herdecker Krankenhaus oft zusammen, konstruktiven Streit inbegriffen. Spontan und ungeplant entstehen ihre Werke, wechselseitig geprägt und doch individuell. Sie leben nicht von der Kunst, haben aber Spaß daran. "Wir wollen malen, malen, malen", strahlt die Künstlerin.

Gäste trommeln Bei Margarete Link in Annen trommeln die ersten Gäste auf Bongos im weiten Garten. In Stuttgart geboren, hat sie vor ihrer Ausbildung in München lange Zeit in Langendreer gelebt. Die Herrgott-schnitzerei hat sie erlernt, zeigt plastische Dokumente ihrer Ausbildung in mittelalterlicher Tradition. Doch ihre persönliche Vorliebe gilt Tierskulpturen aus Holz ebenso wie der Kalligraphie.

Kunst im Haus

Hochherrschaftlich residiert Dagmar Vogt in einem prachtvollen Jugendstilhaus an der Husemannstraße. Schon das rote Transparent am Eingang neben dem märkischen Museum lässt keinen Zweifel: Hier ist Kunst zu Hause. Über die Dächer des Museums blickt sie zum Edelstahlwerk hinüber, wo sie derzeit ausstellt. Besucher geben sich die Klinke in die Hand. Im Nebenberuf Kunstpädagogin, hat sie sich aktuell auf abstrakte Andeutungen von Landschaft in leichten und frischen Pastelltönen verlegt.

Großformatige ÖlbilderKeinen Besuch erwartet hat Rolf Hopf, dessen Werke aus vier Jahrzehnten noch bis zum 14. September im Saalbau-Foyer zu sehen sind. Auch erste großformatige Ölbilder seiner derzeitigen Schaffensperiode sind dort zu sehen. Ein neues Werk kann er dennoch zeigen. Naturbegegnung und Gesteinsstrukturen haben das Schaffen des Biologen bestimmt. Verinnerlicht, kulminieren Impressionen und Erfahrungen nun in den aktuellen Bildern. Ein Endpunkt? Nicht für den rastlosen Künstler. Noch ein paar Bilder, dann wird er sich wieder unbekanntem Neuen widmen.