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Künstler sollen im Hafen anlegen

SCHWIERINGHAUSEN "Künstlerdorf Achenbach" - auf diesen Namen könnte der ehemalige Hafen Minister Achenbach in Schwieringhausen getauft werden.

von Von Beate Dönnewald

, 07.12.2007
Künstler sollen im Hafen anlegen

Am Dortmunder Ems-Kanal, im Bereich des ehemaligen Hafens Ministers Achenbach , könnte nach Vorstellung des Stadtplanungsamtes ein Künstlerdorf entstehen.

Denn so lautet der Vorschlag des Stadtplanungsamtes, das im Rahmen der "Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr" auch Pläne für dieses rund fünf Hektar große Areal mit brachliegender Bergbau- und ehemaliger Ziegeleifläche entworfen hat.

Die 15 Künstlerhäuser sollen neben der Nachwuchsförderung auch für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden. Ihre kubusförmige Architektur soll im Kontrast zur traditionellen Bauweise der vorhandenen Bauerngehöfte stehen.

Darüber hinaus berücksichtigen die Pläne auch Angebote für ein breites Publikum - angedacht ist eine Verbindung von Kunst, Landschaft und Freizeitaktivitäten. "Die Erlebniserwartungen der Freizeitakteure und die Aktivitäten der Künstler können zu Begegnung und Dialog führen und den Ort als besonderes Highlight am Kanal herausbilden", hoffen die Stadtplaner.

Nach ihren Vorstellungen soll es auf dem Areal auch eine Gastronomie, eine Badestelle mit Holzplattformen, einen Spielbereich mit Sand und Spielgeräten, ein Bootsanlegesteg als Anlaufstelle für Ausflugsschiffe, Liegeplätze für "Bootswanderer", Grillplätze, Kleinsportfelder und Liegewiesen geben.

Speisen überm Wasser

Fast wie aus einem Reisekatalog lesen sich die weiteren Ideen: So ist in dem Entwicklungskonzept von einem Gastronomiebalkon über dem Wasser, einem Biergarten unter einem Baumdach, einem Musik- und Barpavillon sowie einer Cocktail-Liegeplattform die Rede.

Weitestgehend berücksichtigt wurde bei der Platzierung der Gebäude und der Ausgestaltung des Geländes die bestehenden Baum- bzw. Gehölzgruppen. Auch zusätzliche Baumgruppen und -reihen sollen gepflanzt werden.

Die Erschließung, so sehen es die Pläne vor, erfolgt über die vorhandene Straßenanbindung mit der Schwieringhauser-/Altmengeder Straße und mündet in eine Stellplatzanlage südlich des vorhandenen Gewerbebetriebs. Als begleitende Wege können die Rad- und Fußwege genutzt werden.

An den Freizeitbereich schließt sich nordöstlich ein größerer, naturnaher Freiraum an, der Feuchtstellen als Ersatzlaichgewässer für dort ansässige Tierpopulationen beinhaltet. "Dieser Bereich ist durch geeignete Maßnahmen vor Beeinträchtigungen durch Freizeitnutzer zu schützen", betonen die Planer.

Der Bezirksvertretung Mengede lag nur ein "Steckbrief" dieser Planung vor, so dass auf eine intensive Diskussion verzichtet wurde. Werner Locker (SPD) freute sich, dass etwas passiert, Herbert Paschke (CDU) entdeckte viele Parallelen zu den seit Jahren von der CDU favorisierten Marina-Pläne.

Verhaltene Zustimmung

Auch von den Bündnisgrünen gab es verhaltene Zustimmung. Manfred Jockheck, der sich im Vorfeld mit den Plänen beschäftigt hatte, betonte: "Das Konzept ist zwar noch nicht ausgereift, aber wir lehnen es nicht grundsätzlich ab." Vielmehr wolle seine Fraktion intensiv an der weiteren Entwicklung mitarbeiten. Auch die Untere Landschaftsbehörde müsse dazu noch gehört worden.

Der Gesamtvorlage zur Stadt- und Regionalentwicklung der "Metropole Ruhr" stimmte das Vorortsparlament mehrheitlich zu. 

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