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Kulturschaffende wollen gemeinsam kreativer denken

Branchentreff beim Zeltfestival

Gut 300 Kreative versammelten sich am Montag in einem Zelt: Werbefachleute, Menschen aus der Musikbranche sowie Architekten und viele andere, die einem kreativen Beruf nachgehen.

BOCHUM

von Von Ines Maria Eckermann

, 24.08.2010
Kulturschaffende wollen gemeinsam kreativer denken

Henning Wehland von den H-Blockx (l.) und Regisseur Peter Thorwarth (r.) während einer Diskussion beim Branchentreff der Kreativwirtschaft.

"Wir möchten, dass sich diese Leute untereinander kennen lernen und so auch geschäftlich in Beziehung treten können", erklärt Stefan Postert von der IHK zu Beginn das Konzept des "Branchentreff Kreativwirtschaft", der im Rahmen des Zeltfestivals stattfindet.

Während des Kulturhauptstadtjahres erhalten viele Kulturschaffende der Region ungeahnten Aufwind. Mit Blick auf die Zeit nach der Ruhr.2010 aber fragt sich auch Schirmherr Fritz Pleitgen: "Was kommt dann?"

Ein zentrales Ziel müsse es sein, das Bild des Ruhrgebiets in der Öffentlichkeit zu verändern. "Deshalb spielt die Kreativwirtschaft in unserem Programm eine außerordentlich große Rolle", meint Pleitgen. So ende die Ruhr.2010 nicht einfach mit dem Jahreswechsel - "Sie geht weiter", schließt der Schirmherr seine Rede am Montagabend und ermuntert sein Publikum in der kreativen Arbeit auch weiterhin Risikobereitschaft zu zeigen. Inspirierendes Ruhrgebiet

Derart mental gestärkt diskutieren unter anderem Stadtplaner, Kommunikationsdesigner und Musiker über ganz praktische Dinge, wie über die Schwierigkeit, die passende Immobilie für künftige Vorhaben zu finden. "Wir brauchen die richtigen Räume, die bezahlbar sind", wirft die Sprecherin der Initiative Gängeviertel Hamburg, Christine Ebeling, in die Diskussion ein.

Die Chancen etwas Entsprechendes zu finden stehen jedoch gar nicht schlecht, glaubt man Regisseur und Drehbuchautor Peter Thorwarth, der das Ruhrgebiet als äußerst inspirierend empfindet. "Es sollte nicht versuchen, Berlin oder Hamburg zu werden. Ich bin extra aus Berlin wieder weggezogen, um kreativ zu sein", meint der Autor des Ruhrpottfilmklassikers "Bang Boom Bang".Vernetzung fördern

Auf seinem T-Shirt trägt er Werbung für die Band H-Blockx seines Diskussionspartners Henning Wehland spazieren. "Wir haben uns irgendwann auf einem Konzert kennen gelernt und wollten mal etwas zusammen machen", verrät Thorwarth wie sein Film "Bang Boom Bang" zur Vertonung durch die H-Blockx kam.

Durch das Branchentreffen hofft IHK-Mann Stefan Postert eben solche Vernetzungen zu fördern.

Gemeinsam lasse es sich kreativer denken und man finde leichter Lösungen für die kleinen und großen Probleme im Berufsalltag Kulturschaffender.