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Kunde ist erbost über Hausverbot durch den Real-Markt

Streit um drei Zitronenrollen

Drei tiefgefrorene Zitronenrollen waren der Anlass für einen Streit im Real-Markt in der Deutschen Straße 4, der in einem Hausverbot mündete. Kunde Friedhelm Hammerschmidt (77) ist heute noch aufgeregt, spricht von einer "Frechheit", die Gegenseite sieht sich im Recht. Was war an diesem 28. Juli passiert?

EVING

, 09.08.2017
Kunde ist erbost über Hausverbot durch den Real-Markt

Friedhelm Hammerschmidt mit dem Corpus delicti, der Einkaufstüte, in der er den gefrorenen Kuchen hatte.

„Ich habe meine Waren aufs Band gelegt, in einer Tüte von Real hatte ich drei tiefgefrorene Zitronenrollen“, schildert der Brechtener, der schon seit 14 Jahren im Real einkauft. Die Kassiererin habe ihn daraufhin ausgeschimpft. Das nächste Mal packen Sie Ihre Sachen aus, habe es geheißen. Er habe erklärt, dass er nicht wolle, dass die Sachen auftauten. Sie sei ja nicht dafür da, seine Arbeit zu machen, habe sie geantwortet.

Der Geschäftsführer wurde gerufen

Der Streit eskalierte, der Geschäftsführer wurde gerufen. Dieser sprach ein Hausverbot aus und rief die Polizei. Das Eintreffen der Polizei habe er nicht abgewartet. „Das wollte ich mir nicht auch noch bieten lassen“, erzählt der erboste Kunde. Er sei gegangen und mit dem Taxi nach Hause gefahren. 

„Wir dürfen überhaupt nicht in die Taschen der Kunden gucken, und er hat eine halb ausgepackte Tasche aufs Band gelegt“, verteidigt eine Unternehmenssprecherin der Real SB Warenhaus GmbH die Kritik der Kassiererin. In der Auseinandersetzung sei eine Kundin vom Gefriergut berührt worden. Diese habe sich daraufhin beschwert.

Das Hausverbot sei nicht Resultat eines einmaligen Fehlverhaltens des Kunden, sondern vielmehr „Reaktion auf eine ganze Reihe von verbalen Entgleisungen des Kunden“ über einen langen Zeitraum. Er sei nicht nur gegenüber den Mitarbeitern, sondern auch gegenüber dem Geschäftsführer „in rufschädigender Weise“ ausfallend geworden, so die Sprecherin.

Verdreckte Einkaufswagen

Er habe sich nicht im Ton vergriffen, hält Friedhelm Hammerschmidt dagegen. Er habe lediglich berechtigte Kritik geäußert. So habe er sich zum Beispiel einmal über verdreckte Einkaufswagen beklagt, oder nach einem Ausfall der Kühlung sei das Eis schlecht gewesen. Daraufhin habe der Geschäftsführer ihm sogar eine Packung Eis geschenkt.

Die Fronten scheinen verhärtet. „Ich kaufe woanders ein“, erklärt Friedhelm Hammerschmidt trotzig, an sein Postfach in der Post-Filiale, die auch im Real-Haus untergebracht ist, komme er weiter. Die Gegenseite spricht von „letzter Konsequenz“ nach den Störungen, der Geschäftsleiter wolle aber noch einmal das Gespräch mit ihm suchen.

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