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Kunstsammlung Hoffmann mit 1200 Werken nach Dresden

Dresden/Berlin. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sparen nicht mit Superlativen und sprechen von einem historischen Ereignis. Die Privatsammlung des Ehepaars Erika und Rolf Hoffmann ist tatsächlich eine Augenweide.

Kunstsammlung Hoffmann mit 1200 Werken nach Dresden

Die Mäzenin Erika Hoffmann beim Rundgang durch das Albertinum in Dresden. Foto: Oliver Killig

Den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ist ein großer Coup gelungen. Sie bekommen die international bedeutende Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann geschenkt, die derzeit noch in wechselnden Präsentationen in den Sophie-Gips-Höfen in Berlin zu sehen ist.

„Die Sammlung Hoffmann ist eine Ausnahmeerscheinung unten den großen privaten Kunstsammlungen der Welt“, sagte Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD, am Freitag im Beisein von Erika Hoffmann in Dresden. Die 79 Jahre alte Mäzenin hatte die Sammlung nach dem Tod ihres Mannes 2001 weitergeführt und den Fokus in Richtung Osteuropa erweitert.

Die Sammlung vereint rund 1200 Werke von 1910 bis zur Gegenwart aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Installation sowie Film- und Videokunst. Die Arbeiten stammen unter anderen von Jean-Michel Basquiat, Andy Warhol, Sigmar Polke, Frank Stella, Bruce Nauman, Pipilotti Rist und William Kentridge. Einige Arbeiten stammen aus der „War“-Serie von Nancy Spero, die sie unter dem Eindruck des Vietnam-Krieges schuf. Die Anfänge der Sammlungen reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Nach Ansicht von SKD-Chefin Ackermann erhalten die Sammlungen in Dresden mit der Schenkung einen bedeutenden Zuwachs im Bereich der zeitgenössischen Kunst.

Aber nicht nur das: Da viele der Künstler noch leben, verspricht sich Ackermann auch mit Blick auf den weiteren Ankauf von Kunstwerken neue Verbindungen. Die Schenkung werde zu einer Weiterentwicklung der Sammlungen beitragen, sagte sie.

Die Mäzenin Hoffmann ging auch auf den Umstand ein, dass sie und ihr Mann Anfang der 90er Jahre mit dem Projekt einer Kunsthalle nach einem Entwurf von Frank Stella in Dresden gescheitert waren. Dafür gab sie nicht den Dresdnern die Schuld, sondern dem damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU). Mit Groll blicke sie aber nicht zurück. Für sie bestehe der Hauptreiz nun darin, dass sich ihre Sammlung in die Dresdner integriere.

„Ich bin überglücklich über dieses sehr schöne neue Zuhause und hoffe, dass das Dresdner Publikum das auch belebend annimmt“, sagte Hoffmann. Die Berliner indes müssen nicht schlagartig Abschied nehmen von der Ausstellung in ihrer Stadt. Die Werke sollen in den kommenden fünf Jahren sukzessive von der Spree an die Elbe umziehen und dort in allen 15 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen aufgehen.

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