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Kunststoffhersteller Murdotec weiht neue Werkshalle ein

Ehemaliges Van-Netten-Gelände

Wo einst Süßigkeiten übers Band liefen, soll bald Kunststoff produziert werden: Die Firma Murdotec hat am Donnerstag ihre neue Werkshalle in der ehemaligen Schokoladenfabrik Van Netten eingeweiht. Zehn neue Mitarbeiter wurden bei dem Kunststoffkonzern bereits eingestellt - weitere sollen folgen.

BRACKEL

, 25.02.2016
Kunststoffhersteller Murdotec weiht neue Werkshalle ein

Die Firma Murdotec produziert künftig Kunststoffe auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik Van Netten.

Rund 8000 Quadratmeter umfasst die Fertigungshalle der ehemaligen Süßwarenfabrik van Netten. An die 120 Arbeiter haben diese Halle seit Juni 2015 erst entkernt und dann an die Bedürfnisse des neuen Besitzers Murdotec angepasst. Statt Schokolade sollen hier ab Anfang Mai 2016 technische Kunststoffe produziert werden.

Kernsanierte Werkshalle

In der neuen Werkshalle versammeln sich am Donnerstag die Handwerker der rund 20 Gewerke, die seit Juni 2015 an dem Umbau beteiligt waren. Um die Fertigstellung des Grundbaus zu feiern, gibt es reichlich Speisen und Getränke. Die Stimmung ist gut. Ein paar der neuen Maschinen stehen bereits in der kernsanierten Halle. Diese hat seit September 2015 ein neues Dach, neue Wände und eine neue Verkleidung bekommen.

Murdotec ist eine Tochterfirma des Kunststoffkonzerns Murtfeldt, dessen Betriebsgelände direkt an den neuen Standort angrenzt. Um die 5000 Tonnen Kunststoffhalbzeug, das heißt vorgefertigte Platten für die Weiterverarbeitung, sollen hier jährlich produziert werden, so Murtfeldt-Geschäftsführer Detlef Höhner. Bisher wurden durch die neue Werkshalle zehn neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese Zahl soll sich mit der Inbetriebnahme der neuen Pressanlage Anfang Mai noch steigen, sagt Murdotec-Geschäftsführer Josef Ikemann.

Entwicklungszentrum geplant

Neben der Fertigung soll in der Halle noch ein Entwicklungszentrum entstehen. Hier sollen Kunststoffe entwickelt werden, die über noch bessere mechanische Eigenschaften wie Gleitfähigkeit und Temperaturbeständigkeit verfügen. Für diesen Forschungszweig möchte die Firma auch mit Hochschulen kooperieren - unter anderem mit dem Studiengang Maschinenbau der Technischen Universität Dortmund.

Die einstige Süßwarenfabrik van Netten in Brackel war 2013 wegen Insolvenz geschlossen worden. Eine über 100-jährige Firmengeschichte ging damit zu Ende. Vor dem Insolvenzverfahren arbeiteten dort 250 Menschen und produzierten unter anderem Schokolinsen, Geleebananen und Fruchtgummi.

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