Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Kurden-Demos in Köln

KÖLN Deutlich weniger Kurden als erwartet demonstrieren derzeit friedlich in Köln gegen das militärische Engagement der Türkei im Nordirak. Nur rund tausend Demonstranten versammeln sich auf dem Roncalliplatz am Dom.

/
Rund tausend Kurden demonstrieren in Köln

"Wir marschieren zur Sonne" - die Kurden in Köln zeigten sich im Konflikt mit der Türkei siegesgewiss.

Die Veranstalter hatten mit bis zu 3000 Teilnehmern gerechnet. Gewalttätige Ausschreitungen zwischen Kurden und Türken blieben bislang aus. Diese wurden nach Zusammenstößen bei Demonstrationen in Berlin und Dortmund befürchtet.

Das Bild der Demonstration prägen vor allem junge Menschen, gerade junge Frauen stehen in der ersten Reihe und skandieren: „Frieden für Kurdistan“ und „Freiheit für Öcalan.“ Der inhaftierte Führer der in Deutschland verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ist in Köln omnipräsent. Sein Konterfei ziert die meisten der Fahnen, die über den Köpfen wehen. „Wir Kurden fordern Dialog statt Krieg“, verlas eine Sprecherin eine Pressemitteilung.

Die Demonstration solle in Deutschland auf die Leiden der Kurden aufmerksam machen, die in Europa ignoriert würden. Zudem erfahre man in Deutschland wenig über die vorhandenen Friedensbemühungen von türkischen und kurdischen Initiativen. Scharf wurde die türkische Regierung angegriffen. Ankara setze auf Krieg, so die Sprecherin.

Nach den Reden von Verbänden und Gewerkschaften sorgen kurdische Volksmusik und Tänze für eine Atmosphäre, die eher an ein Volksfest erinnert als an eine politische Demonstration.

Der Aufmarsch ist nur der erste Teil der politischen Auseinandersetzung zwischen Kurden und Türken am Wochenende. Morgen werden auf dem gleichen Platz am Dom Türken gegen Kurden demonstrieren. Ihr Motto lautet dann: „Gegen Terrorismus“. Erwartet werden bis zu 10000 Teilnehmer.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...