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Kuriositäten über den Hombrucher FV 09

Zum Hombruch-Jubiläum

Vereinshistorie ist stets mit Höhen und Tiefen verbunden. So auch die des Hombrucher FV 09 (HFV). Doch der Deutsche Amateurmeister des Jahres 1958 wartet gleich mit einigen Kuriositäten auf. Drei besonders kuriose Geschichten hatte Rolf Schuchmann am Montag zur Feier des 190-jährigen Jubiläums Hombruchs auf Lager.

HOMBRUCH

, 02.07.2017

Anlässlich des 190-jährigen Jubiläums des Stadtteils Hombruch erinnert der ehemalige HFV-Vorsitzende beim kurzweiligen Event des Hombrucher Geschichtsvereins mit zahlreichen Fotos an unvergessliche lokale Fußball-Momente. Schon zu Beginn seines einstündigen Vortrags löst er damit rege Diskussionen aus.

Mit Manfred Willrich ist ein Ex-Kicker gekommen, der zwar nicht in der 1958er-Meister-Elf spielte, jedoch kurz darauf die Schuhe für den FV09 schnürte, die „Legenden“ von damals gut kennt. Er steuert Anekdoten bei, ergänzt Schuchmann in punkto Wechsel-Angebote für Kurt Prothmann. Der stürmende Hüne soll sowohl von Eintracht Frankfurt als auch vom 1. FC Kaiserlautern umworben worden sein. Mit großzügigen Versprechungen und leicht bekleideten Damen. Doch der schüchterne Torjäger blieb seinem Klub treu, spielte mehr als 600 Mal für den HFV.

Fusionen und Massagen

Neben dieser Bodenständigkeit schreibt der Verein, der nie tiefer als Bezirksliga spielte, in seiner über 100-jährigen Geschichte kuriose Geschichten. Öfters fusionierte man mit anderen Klubs. Zuerst im Jahre 1923 mit Barop 08 zur Spielvereinigung Hombruch-Barop 08, zuletzt 2002 mit FC Eintracht Hombruch 1972 zum aktuellen Hombrucher SV 09/72.

Zum größten Erfolg legte zudem ein Mann Hand an, der quasi im Verborgenen wirkte: Masseur Karl Buddenberg. Zu ihm musste jeder Spieler mindestens einmal in der Woche. Was etwas an Überwindung kostete. Buddenberg arbeitete in der Pathologie und massierte die Lebenden direkt nebenan.

Das Wunder mit dem Ball

Und auch der Ball des mit 3:1 gegen ASV Bergedorf 85 gewonnenen Amateur-Finals hat eine kuriose Geschichte. Friedhelm Thiele nahm ihn damals unter den Augen der 22.000 Fans im Stadion „Rote Erde“ einfach mit. Rolf Schuchmann stellte ihn dann dekorativ im Klubcontainer aus, ehe dieser abbrannte. Wie ein Wunder fiel der Ball aus dem Regal, wo ihn die hohen Temperaturen wohl zerstört hätten. Am Boden blieb er, mit Ruß bedeckt, unversehrt. „Heute“, so Schuchmann, „ist er im Deutschen Fußballmuseum zu sehen.“ Dort erzählt er Kicker-Historie – und eine kuriose HFV-Geschichte. 

Der Verein
  • Mit „Fitti“ Thiele und Hermann Burgsmüller, Bruder des BVB-Meisters Willi Burgsmüller (beide nicht verwandt mit Manni Burgsmüller) leben noch zwei Spieler der 1958er-Meistermannschaft. Beide konnten am Montag leider nicht anwesend sein.
  • Der Verbandsliga-Meister der Gruppe zwei musste sich 1958 über Westfalen- und Westdeutsche Meisterschaft für die Amateur-Endrunde qualifizieren. Der immerhin vierte Titel des Jahres war somit erst der große Erfolg.
  • Auf die Rückkehr in die II. Division (nach 1949 bis 1952) und damit in den Profifußball wurde verzichtet. Aus finanziellen Gründen. Laut Statuten mussten (!) zu jener Zeit jedem Kicker stolze 320 D-Mark gezahlt werden.