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Kurz vor Frühlingsanfang will der Winter nicht weichen

Berlin. Wer auf den Frühling wartet, muss sich noch gedulden. Am Wochenende gibt der Winter noch einmal alles. Und nur ganz langsam soll es in den nächsten Tagen wärmer werden.

Kurz vor Frühlingsanfang will der Winter nicht weichen

Mit Schnee bedeckte Straßenlaterne in Wernigerode. Vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands sind die Temperaturen wieder deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen. Foto: Matthias Bein

Kälte und Chaos: Am Wochenende zeigt der Winter in vielen Landesteilen noch einmal, was er kann. Schnee und Glätte führten zu zahlreichen Unfällen auf den Straßen.

Im Gebirge gab es hingegen noch mal gute Bedingungen für Ski- und Rodelfans. So tummelten sich etwa im Erzgebirge und im Vogtland Tagesgäste und Urlauber auf den Pisten und Loipen.

Einen märchenhaften Anblick boten auch Wernigerode und andere Orte im Harz, wo in der Nacht zum Samstag viele Flocken vom Himmel gefallen waren. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken maßen Meteorologen minus 14 Grad. Weil der Wind dort Geschwindigkeiten bis zu 108 Kilometern pro Stunde erreichte, fühlte sich das laut Deutschem Wetterdienst (DWD) an wie minus 42 Grad. Die Schmalspurbahn auf den höchsten Harzgipfel stellte ihren Betrieb ein.

In Leipzig machte das Winterwetter vielen Buchmessen-Besuchern einen Strich durch die Rechnung: Am Hauptbahnhof ging zeitweise gar nichts mehr, auch Taxen und Straßenbahnen hatten ihre Mühe. Viele Besucher kamen deshalb spät oder gar nicht zur Leipziger Buchmesse, die den Bücherfrühling feierte. Cosplayer in wenig winterlichen Comic-Kostümen stapften durch den Schnee, erst am Nachmittag kam der Verkehr langsam wieder ins Rollen.

„Bis zum Abend wird es Beeinträchtigungen für Reisende geben“, sagte ein Bahnsprecher am Nachmittag. Viele Besucher aus anderen Bundesländern mussten ihre Buchmesse-Besuchspläne streichen.

Aus vielen Regionen Deutschlands wurden Unfälle gemeldet. Auf der A38 in Sachsen-Anhalt etwa erlitten vier Menschen bei zwei Unfällen schwere Verletzungen. Die Thüringer Polizei zählte fast 150 Unfälle binnen 24 Stunden - die meisten aber nur mit Blechschäden. Auch in Norddeutschland brachte der Wintereinbruch viele ins Rutschen.

Auf Nord- und Ostsee blieben etliche Fähren wegen Sturms in den Häfen. In Hamburg musste ein ICE mit etwa 140 Reisenden wegen einer beschädigten Oberleitung kurz vor dem Hauptbahnhof evakuiert werden. Die Hamburger Feuerwehr zählte am Samstagmittag etwa 120 sturmbedingte Einsätze in 24 Stunden. Neben herabfallenden Ästen und Dachziegeln, mussten sich die Einsatzkräfte auch um ein auf Grund gelaufenes Binnenschiff auf der Norderelbe kümmern, das Gefahr lief, gegen einen Brückenpfeiler gedrückt zu werden.

In Hessen und Rheinland-Pfalz blieb der befürchtete Wintereinbruch hingegen aus. Auf den Straßen blieb es weitgehend ruhig, teilten die dortigen Polizeidienststellen mit.

Die Stadt Essen erlebte den kältesten 17. März seit Beginn der Wetteraufzeichnung. „Der Rekord lag bislang bei einem Tagesmaximum von 0,3 Grad im Jahr 1985. Da werden wir wohl im Laufe des Tages nicht mehr drüberkommen“, sagte ein DWD-Sprecher am Samstagmorgen bei minus 4 Grad. Ungemütlich wirkt es draußen vor allem wegen der gefühlten Temperaturen. „Die liegen bei minus 15 bis minus 20 Grad.“

Dennoch kommt der Frühling - laut Kalender an diesem Dienstag, den 20. März. Mancherorts schauen schon die Krokusse aus dem Boden. Doch strenger Frost kann blühenden Obstbäumen auch zum Wochenbeginn noch zusetzen. Nur ganz allmählich soll es laut DWD im Laufe der nächsten Tage wärmer werden, zunächst im Norden und am Rhein. Im Süden Deutschlands soll es auch am Sonntag wieder schneien.

Ganz anders in Griechenland: Dort stiegen die Temperaturen laut Wetteramt Athen örtlich auf etwa 30 Grad. Der warme Südwind brachte allerdings feinen Staub aus der Sahara mit - er beschränkte die Sicht und belastete die Atemwege vieler Menschen.

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