Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Wetter bleibt die nächsten Tage winterlich

Kurz vor Frühlingsbeginn: Kälterekord im Ruhrgebiet

Berlin Am Dienstag beginnt laut Kalender der Frühling. Doch das Wetter bleibt vorläufig frostig. Der Winter meldet sich an seinem letzten Wochenende mit Macht zurück. Mancherorts führte das zum Verkehrschaos und Essen erlebte den kältesten 17. März seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Bis der Frühling kommt wird es noch ein paar Tage dauern.

Kurz vor Frühlingsbeginn: Kälterekord im Ruhrgebiet

Ostereier im Schnee gab es am Samstag in Leipzig genauso wie festgefroren Weichen am Hauptbahnhof. Foto: dpa

Winter kann so schön sein: Knackig kalt mit Bildern wie aus einem Weihnachtsmärchen und schneeweißen Skipisten kurz vor dem Frühlingsanfang. Winter kann so schlimm sein: Knackig kalt mit schweren Glätteunfällen und ausfallenden Zügen, die eigentlich Tausende Besucher zum Leipziger Bücherfrühling bringen sollten. Deutschland hat am letzten Winterwochenende beides erlebt.

Einen märchenhaften Anblick boten Wernigerode und andere Orte im Harz, wo in der Nacht zum Samstag viele Flocken vom Himmel gefallen waren. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken maßen Meteorologen minus 14 Grad. Weil der Wind dort Geschwindigkeiten bis zu 108 Kilometern pro Stunde erreichte, fühlte sich das laut Deutschem Wetterdienst (DWD) an wie minus 42 Grad. Die Schmalspurbahn auf den höchsten Harzgipfel stellte ihren Betrieb ein.

Weichen an Leipziger Hauptbahnhof eingefroren

Stärker wirkte sich der schneebedingte Stillstand auf dem Leipziger Hauptbahnhof aus - immerhin der größte Kopfbahnhof Europas. Dort waren Weichen eingefroren. Auch Taxen und Straßenbahnen hatten am Samstag ihre Mühe. Viele Besucher kamen deshalb spät oder gar nicht zur Leipziger Buchmesse, die den Bücherfrühling feierte. Cosplayer in wenig winterlichen Comic-Kostümen stapften durch den Schnee, Rollkoffer bekamen kalte Rollen. Und auf manchen Straßen rollte nichts mehr.

Aus vielen Landesteilen wurden Unfälle gemeldet. Auf der Autobahn 38 in Sachsen-Anhalt etwa erlitten vier Menschen bei zwei Unfällen schwere Verletzungen. Die Thüringer Polizei zählte fast 150 Unfälle binnen 24 Stunden - die meisten aber nur mit Blechschäden. Auch in Norddeutschland brachte der Wintereinbruch laut Polizei viele Autofahrer ins Rutschen. Auf Nord- und Ostsee sollten etliche Fähren wegen des Sturms in den Häfen bleiben.

Kälterekord für 17. März in Essen

In ganz Nordrhein-Westfalen hat es laut Wetterdienst minimal geschneit. Die Flocken würden vom Wind immer wieder aufgewirbelt. Aufgrund der kalten Temperaturen gelte daher auch am Sonntag und Montag für Autofahrer noch Vorsicht auf den Straßen und auf Brücken - auch wenn die Streudienste unterwegs seien. „Die Straßen sind leicht angezuckert. Das kann sich festfrieren, wie ein leichter Eispanzer“, sagte ein Sprecher des Wetterdienstes. Im Raum Bielefeld hatte es in der Nacht zu Samstag zahlreiche Glätteunfälle gegeben; ein Mensch wurde schwer verletzt.

Die Stadt Essen erlebte den kältesten 17. März seit Beginn der Wetteraufzeichnung. „Der Rekord lag bislang bei einem Tagesmaximum von 0,3 Grad im Jahr 1985. Da werden wir wohl im Laufe des Tages nicht mehr drüberkommen“, sagte ein DWD-Sprecher am Samstagmorgen bei minus 4 Grad. Ungemütlich wirkt es draußen vor allem wegen der gefühlten Temperaturen. „Die liegen bei minus 15 bis minus 20 Grad.“

Frühling wird nur langsam kommen

Dennoch kommt der Frühling - laut Kalender an diesem Dienstag, dem 20. März. Mancherorts schauen schon die Krokusse aus dem Boden. Doch strenger Frost kann blühenden Obstbäumen auch zum Wochenbeginn noch zusetzen. Nur ganz allmählich soll es laut DWD im Laufe der nächsten Tage wärmer werden, zunächst im Norden und am Rhein. Im Süden Deutschlands sollte es auch am Sonntag wieder schneien.

dpa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

Lieferwagen fährt in Toronto Fußgänger an - Menschen sterben

Toronto. Die Flaniermeile in North York im Norden Torontos ist tagsüber belebt, hier liegen Geschäfte, Büros und Restaurants. Dort rast ein Transporter mit hohem Tempo auf den Gehweg und erfasst mehrere Fußgänger. Es gibt mindestens neun Tote.mehr...

Mord an Ehepaar: Angeklagtem droht Höchststrafe

35-Jähriger nicht zu einem Geständnis zu bewegen

Recklinghausen/Bochum Jetzt wird es ernst. Im Prozess um den Mord an einem Bochumer Rentner-Ehepaar droht dem Angeklagten die Höchststrafe. Daran gibt es seit Montag kaum noch Zweifel. Die Tat, die dem 35-Jährigen vorgeworfen wird, hatte aufgrund ihrer Brutalität für besonderes Aufsehen gesorgt. mehr...

Panorama

Jung, krank, billig: das schmutzige Geschäft mit Tierwelpen

Stuttgart. Die Welpen reisen Hunderte von Kilometern, geschwächt und eingepfercht zwischen Artgenossen einem ungewissen Ziel entgegen. Wenn sie nicht schon während der Fahrt verenden, sterben sie oft später kläglich. Illegale Tiertransporte sind kein Einzelfall.mehr...

Verschnürte Leiche im Kanal: Polizei bestätigt Gewalttat

Kanufahrerin macht grausigen Fund in Oberhausen

Oberhausen Einen schrecklichen Fund hat am Sonntagvormittag eine Kanufahrerin in Oberhausen gemacht: Im Rhein-Herne-Kanal entdeckte sie eine verpackte und verschnürte Leiche. Jetzt ist klar: Die Frau wurde gewaltsam getötetmehr...

NRW ist Bundesland mit den meisten Gefährdern

Terror-Experte lobt Gesetzesentwurf für strengere Maßnahmen

Düsseldorf NRW hat mehr islamische Gefährder als jedes andere Bundesland, so der Terrorismus-Experte Peter Neumann. Bei den Behörden habe das zu einem Umdenken geführt.mehr...

Bauern und Tierschützer streiten über Ferkel-Kastration

Lokale Betäubung genügt Tierschützern nicht

Münster Männliche Ferkel werden kurz nach der Geburt ohne Beträubung kastriert. Das ist ab 2019 verboten. Tierschützern reicht jedoch auch eine örtliche Betäubung nicht aus. Denkbar sind auch noch andere, zum Teil verrückt klingende Alternativen wie „Schnupper-Mitarbeiter“ in Schlachthöfen.mehr...