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Kurzarbeit in Wolfsburg verärgert Magath

Wolfsburg (dpa) Mit unangemeldeter Kurzarbeit haben die Profis des VfL Wolfsburg ihren Chef Felix Magath verärgert. Der VfL-Trainer kritisierte nach dem 2:2 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt die eigenmächtige Verkürzung der Dienstzeit von 90 auf 60 Minuten.

Kurzarbeit in Wolfsburg verärgert Magath

Faton Toski (m) erzielt gegen Torwart Andre Lenz das Tor zum 2:2 Ausgleich.

«Nach einer Stunde mit guten Fußball haben wir das Spielen eingestellt. Warum, weiß ich nicht. Wir waren zum Schluss zu nervös und zu passiv und haben geradezu um den Ausgleich gebettelt. Da war mehr drin», haderte Magath. Durch das Remis verpasste der Werksclub einen Vereins-Startrekord und den Anschluss an die Bundesliga-Führungsgruppe, die bereits sieben statt fünf Punkte auf dem Konto hat.

«Wir haben trotz des zwischenzeitlichen Rückstands zwei Punkte verschenkt», gab Ashkan Dejagah zu. «Irgendwie war unser Rhythmus nach dem 2:1 weg», sagte Grafite. Ein eklatanter Fehlpass des VfL-Kapitäns Josue hatte die Frankfurter Führung durch Ioannis Amanatidis (22.) per Lupfer ermöglicht. «Das war ein halbes Eigentor», schimpfte Magath. Die Wolfsburger hielten durch Grafite (27./Foulelfmeter) und Dejagah (51.) dagegen und schienen das Match im Griff zu haben. Doch die von Verletzungen arg gebeutelten Hessen steckten nicht auf und erzielten gegen nachlassende Wolfsburger durch Mittelfeldspieler Faton Toski (84.) noch den verdienten Ausgleich.

Lange Zeit stellte das Stürmer-Duo Grafite/Edin Dzeko bei seiner Saison-Premiere die Frankfurter Abwehr vor große Probleme. «Das passt gut», lobte Magath das Zusammenspiel der robusten und schnellen Angreifer. «Beide sind mit ihren Körper stets präsent. Sie schieben und spielen dabei kein Foul», sagte auch Frankfurts Clubchef Heribert Bruchhagen anerkennend. Dagegen konnte die mit rund 20 Millionen Euro verstärkte VfL-Defensive erneut nicht voll überzeugen. Weltmeister Cristian Zaccardo (Rückenprobleme) saß auf der Bank. Ersatztorwart André Lenz, der Diego Benaglio (Magen-Darm-Grippe) vertrat, war an den Gegentoren schuldlos.

Die Eintracht blieb zwar im achten Anlauf ohne Sieg in Wolfsburg, Friedhelm Funkel war mit dem Remis aber sehr zufrieden. «Wir haben uns auswärts nicht versteckt. Weder die Schiedsrichter-Entscheidungen noch die verletzungsbedingten Ausfälle von Ioannis Amanatidis und Marco Russ haben uns zurückgeworfen», sagte Frankfurts Trainer. Beide Profis mussten mit Muskelverletzungen bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. «Ich rechne mit einem Muskelfaserriss und 14 Tagen Pause. Meine Länderspiel-Einsatze für Griechenland in Luxemburg und Lettland habe ich abgesagt», teilte Eintracht-Kapitän Amanatidis mit.

«Ich bin mit dem rechten Fuß oft gefährlicher als mit links», kommentierte Toski sein Ausgleichstor. Er hob das große Laufpensum der Eintracht-Profis hervor, die in den letzten 20 Minuten fast nur nach vorne spielten. Das sah auch Funkel so: «Meine Mannschaft konnte zulegen. Das ist für einen Trainer ein beruhigendes Gefühl.»

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